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Saturday,Jun 13 2009, 10:32:58 AMKorsika - Mai 2009 / Teil 3
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Korsika 05/2009
(579 photos)
Korsika / 29.04.-10.05.2009 - Teil 3
Zurück zum zweiten Teil des Reiseberichts geht es hier.
Dienstag, der 05.05.
An diesem Tag stand unser innerkorsischer Transittag an, also der Wechsel des Quartiers. Da unsere Fähre zurück auf's Festland schon kurz nach Mittag fährt, sollte unser 2. Quartier nicht unweit von Bastia entfernt sein. Nach einiger Suche entschieden wir uns für einen Campingplatz in St. Florent. Dieses kleine Städtchen liegt (von Bastia aus gesehen) auf der anderen Seite vom Cap Corse. Unser Weg sollte uns größtenteils über die Hauptstraße (N193) durch das Inselinnere führen. Durch die Topografie ist das aber kein Nachteil, auch die "Schnellstraße" besteht überwiegens aus Kurven. Wir packten also zusammen, checkten aus und fuhren dann noch einmal an dem Bistro des Vortages vorbei um zu frühstücken, dann ging es los. Einige der ersten km zeigt Film 13.
Anfangs war es wie üblich sonnig, aber je weiter der Tag fortschreitete und die Berge höher wurden, desto mehr zog es sich zu. Diese Wettereigenart hatten wir in den letzten Tagen ja schon des öfteren beobachtet und so begann es irgendwann in den Berge auch leicht zu regnen. Wir machten eine kurze Pause unter hohen Nadelbäumen, entschlossen uns dann aber, einfach durch den (stärker werdenden) Regen weiter zu fahren. Wie zuletzt auch bestätigte sich die Vermutung, dass dieser Schauer recht örtlich beschränkt war. Ab und zu tröpfelte es noch etwas, aber spätestens hinter Corte verließen wir auch den Bereich des Hochgebirges und es klarte zunehmend wieder auf. Regen war danach dann wieder kein Thema mehr.
Blick auf die schneebedeckten Berge und Tankstopp bei Corte:
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Um nicht ein Teilstück der Tour des nächsten Tages doppelt zu fahren, bogen wir in Ponte-Leccia ab und fuhren runter in die Ebene der Ostküste. Nach einem Stück der Hauptstraße (N198) ging es aber wieder ab in die Höhe, um den Gebirgsrücken Richtung St. Florent zu überbrücken. Um etwa 14 Uhr kamen wir schon an unserem Platz (Camping Kalliste) an. Beim Einschecken wurden wir direkt gefragt, ob wir am nächsten Tag Baguette oder Croissants haben wollten. Durch die Erfahrungen der Vortage orderten wir natürlich sofort. Auch hier war sehr wenig los, aber der Platz war dafür umso schöner! Lauter kleine, etwas zugewachsene Parzellen zwischen großen Eukalytusbäumen machten das Campen sehr wohlig. Der Strand war auch nur etwa 100m entfernt, zu erreichen durch einen kleinen Fußweg. Also bauten wir schnell das mobile Haus auf und entspannten erst einmal etwas an dem feinen Strand. Schon im Süden der Insel hatten wir festgestellt, dass das Wasser doch wärmer ist als wir zu der frühen Jahreszeit erwartet hätten, somit war es mir dann auch egal, dass ich keine Badehose eingepackt hatte. Ab ins Meer!
Unser Zeltplatz und entspannen am Meer:
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Nach dem Chillen machten wir uns dann langsam auf den Weg in die Stadt. Laut Auskunft der netten Frau vom Campingplatz einfach den Strand entlang, über den Fluss/Kanal am Hafen gibt es eine Brücke. Das war soweit auch richtig, allerdings hatte sie den Wasserdurchfluss (wohl so eine Art Priel) vorher nicht erwähnt. Also die Hose wieder ausgezogen und hindurch, war nur etwa knietief. Danach konnten wir auch die Brücke am Hafen nehmen. Sofort fiel uns die unglaubliche Anzhal von Booten auf, vom kleinen Segler bis zu größeren Motorbooten. Später erfuhren wir beim Warten auf das Abendessen durch den Reiseführer, das St. Florent als das Saint Tropez von Korsika gilt. Passt schon!
Wir schlenderten etwas durch die Stadt, die richtig fetten Boote lagen natürlich auch auf den besten Plätzen, direkt an der Altstadt. Oben in der Stadt gibt es eine alte Zitadelle, von der man auch einen schönen Blick an der Küste entlang hatte. Wir suchten uns die beste Essensmöglichkeit (Auswahl und Preis) und fanden sie direkt an dem zentralen Parkplatz am Yachthafen. In der Nähe unseres Tisches war die Ausfahrt dieses Parkplatzes, welche über 2 Schranken verfügte. Dieses sollte wohl verhindern, dass zwei Wagen gleichzeit durch die Schranke "huschen" konnten. Somit fuhr ein Wagen erst durch die erste Schranke (welche sich selbstständig öffnete), und erst nachdem sich diese wieder geschlossen hatte, konnte sich die zweite öffnen. Zu dumm nur, wenn dieses eben nicht passiert! Zunächst dachten wir, der erste Parkplatznutzer hätte nicht bezahlt. Jedenfalls stand sein Wagen nun zwischen den beidne Schranken gefangen. Dieses Schauspiel wieder holte sich den Abend allerdings bei etwa jedem dritten Auto. Immer kam jemand mit einem Schlüssel, der die zweite Schranke manuell öffnete. Kaum war er wieder weg, funktionierte das System auf's neue nicht. Es war wirklich erheiternd....
Blick auf den Ort auf dem Weg hoch zur Zitadelle und vom Weg zurück zum Campingplatz:
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Zurück beim mobilen Heim tranken wir noch ein paar Bierchen, die wir uns in der Stadt noch rechtzeitig vor Ladenschluss besorgt hatten und ließen so diesen Tag ausklingen. Die noch fehlenden Zirkarden wurden gut durch das Quaken der Frösche eines nahen Tümpels ersetzt. So war wieder richtiges Urlaubsfeeling angesagt!
Die Tagestour: 188,62 km, Fahrzeit 3h05:28, Ø 62,14 km/h, die Route für GoogleEarth (KMZ):
Das Höhenprofil der Strecke:

Die Fotos dieses Tages fangen hier an.
Mittwoch, der 06.05.
An diesem Tage sollte uns die Tour an die Norwestküste rund um Calvi bringen. Mit den Wettererfahrungen der vergangenen Tage planten wir die Route wieder so, dass wir als erstes die Strecken weiter landeinwärts unter die Räder nehmen und später an der Küste entlang fahren.
Der Tag begann allerdings mit einem köstlichen Café au Lait und unseren vorbestellten Croissants und Schokobrötchen auf der Terasse der Bar unseres Campingplatzes.
Dann konnte es losgehen. Zunächst wurde es wieder kurvig, hoch oberhalb der Agriates-Wüste führte uns die D81 gen Westen (s. Film 14). Dort treffen wir auf die Hauptstraße aus dem Süden (N1197), der wir einige km folgen, bevor es wieder links ab in die Berge geht (auf der N197). Auf verschlungenen Wegen sehen wir in einiger Entfernung immer wieder die hohen schneebedeckten Berge weiter im Süden und bahnen uns langsam den kurvigen Weg bis zu Westküste bei Olmo.
Pause im Hinterland:


Bevor es aber an der Küste entlang geht, biegen wir noch einmal kurz landeinwärts ab und folgen nach einem Tankstopp ein Stück dem Le Fango, der einige tolle Badegumpen bieten soll. In der Tat finden wir an zwei Stopps ein teilweise tief ausgewaschenes Flussbett vor, welches sicher im Hochsommer eine herrliche Erfrischung bietet. Bei unsere Ankunft stellte sich das glasklare Flusswasser aber als zu erfrischend heraus... deutlich kühler als das Meer zumindest und so beließen wir es bei schauen.
Brücke am Le Fango und das teilweise tief ausgewaschen Flussbett:
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Dann ging es doch endlich die Küstenlinie entlang Richtung Norden (Calvi). Anfangs war der Aspahlt wieder einer der rumpeligen Sorte, so beschränkte sich das Vergnügen eher auf die immer wieder grandiose Aussicht auf wunderschöne kleine Buchten mit türkisem Wasser und die weiten, wild zerklüfteten Felsen. Außerdem machte sich so langsam mein defektes Federbein immer deutlicher bemerkbar, bei jeder stärkeren Unhebenheit rumpelte es inzwischen doch sehr deutlich.
Die meisten dieser tollen Buchten sind nur über den Seeweg erreichbar, neben dem steilen Geländeabfall behindert auch die dicht gewachsen Maccia den Fußweg hinunter. Bevor uns das alles aber nur ansatzweise langweilen konnte, wurde ein herrlicher Teppich über unsere Straße gelegt und man konnte auch die zahlreichen Kurven wieder richtig genießen (zu sehen in Film 15).
Fotos von der wunderschönen Küstenlinie im Nordwesten Korsikas:
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Nachdem wir die Nordküste erreicht und Calvi hinter uns gebracht hatten, bogen wir noch einmal auf einen kleinen Schlenker in die D71/151 ab, um von oben nach L'Île-Rousse zu fahren. Von dort an fuhren wir die Küstenstraße zurück bis zu unserer Basis in St. Florent.
Nach dem inzwischen obligatorischem Bad im Meer gingen wir wieder in die Stadt, diesesmal nahmen wir allerdings den weiteren Landweg, um die Hosen nicht wieder herunter lassen zu müssen. Wir blieben unserem Restaurant des Vortages treu, diesesmal wählte ich statt Pizza ein korsisches Menü. Das ging an diesem Tage etwas leichter, da unsere heutige Bedienung zumindest rudimentäres Englisch verstand, so konnte ich zumindest ausschließen, dass ich einen Fisch serviert bekomme! Es gab einen leckeren Salat, einen Auflauf und einen süßen Dessert... mehr weiß ich leider heute nicht mehr. Nach dem Rückweg ließne wir den Abend, wie gehabt, mit einigen Bierchen ausklingen.
Unser Restaurant "La Garavelle" und der Hafen bei Nacht:
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Die Tagestour: 271,04 km, Fahrzeit 4h56:49, Ø 55,50 km/h, die Route für GoogleEarth (KMZ):
Das Höhenprofil der Strecke:

Die Bilder des Tages sind ab hier zu finden.
Donnerstag, der 07.05.
Schon war leider der letzte komplett "korsische Tag" des Urlaubs erreicht. Als Abschlusstour war noch die Umrundung des Cap Corse angedacht. Diese Tour wird häufig als Einstiegstour empfohlen, das Cap böte Korsika im Kleinen. Unsere Fährzeiten stellten den Reiseplan somit etwas auf den Kopf, aber was als Start gut ist, sollte auch als Abschluss taugen!
Zur Wahl stand noch die Umrundungsrichtung, zunächst neigten wir eher dazu im Uhrzeigersinn zu fahren, um die Sonne jeweils vom Land zu haben (und dadurch ggf. mehr Schatten). Unser Reiseführer empfielt allerdings den genau anderen Weg, gegen den Uhrzeigersinn. Dieser hat den ganz klaren Vorteil, dass man immer schön auf der Meerseite fährt und damit besser die Ausblicke auf die tolle Küstenlinie genießen kann. Das Argument hat uns dann auch überzeugt! Also ging es, nach dem üblichen Frühstück auf der Terasse unseres Campingplatzes, zunächst Richtung Bastia, das war auch in soweit ganz praktisch, da wir eh noch tanken mussten.
Obwohl es Luftline nur etwa 10-12 km bis Bastia sind geht es auf diesem kleinen Stück schon wieder über einen ordentlichen Höhenzug, kaum von der Küstenstraße weg schlängelt sich die D81 in wilden Kurven und Serpentinen auf die Passhöhe des Col de Teghime in 536m Höhe. Genau diese Passhöhe erwies sich beim Befahren als ziemlich tükisch für mich: Man fährt auf eine Kuppe zu und kann geradeaus die Dächer von Autos und Wohnmobilen links und rechts sehen. Somit dachte ich mir, alpenpass-üblich, die Straßen führt mittig durch diese Parkmöglichkeiten... aber denkste: Kurz vorher macht die Straße einen scharfen Linksknick und nur knapp konnte ich auf dem Asphaltband bleiben und mir blieb ein Ausflug auf den geschotterten Parkplatz erspart.
Nach der Fahrt durch Bastia und unserem Tankstopp ging es dann auch gleich erst einmal kurz weg von der Küste, wir bogen bei Pietranera in die D131 ab und sofort schlängelte sich diese Straße in die Höhe. Nach wenigen Metern empfang uns frischer, tiefschwarzer Asphalt, so konnte sich mein lädiertes Federbein auch etwas erholen... in flottem Tempo ging es durch die Kurven und dann passierte es in einer Rechtskurve: Tierkollision! Allerdings nicht mit Ziege, Kuh oder Schwein... nein, ein Ringelnatter lag/kroch direkt in der Kurve quer über die Straße. Da Schlangen doch eher flach sind konnte ich sie durch die kleine Mauer am Straßenrand leider auch nicht sehen, so konnte ich die glatte Überfahrt auch nicht mehr vermeiden.
Das etwa 80cm lange Tier sah bei der groben Besichtigung noch ganz gut aus, es waren zumindest keine äußeren Quetschungen zu erkennen. So nahm ich die kleine Natter zumindest von der Straße und legte sie hinter der Mauer wieder ins Gebüsch, in der Hoffnung keine wichtigen Organe überfahren zu haben. Ich hätte mich ja grundsätlich gefreut, eine wilde Schlange zu sehen, aber doch nicht auf dieser Art und Weise...
Nach diesem kleinen Zwischenfall überfuhren wir kurz später einen Brücke direkt vor einem kleinen Wasserfall, dort machten wir dann eine kleine Pause.
Kriechendes Verkehsopfer und ein kleiner Wasserfall:
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Kurze Zeit später kamen wir zurück zur Küstenstraße (D80) und unseren nächster Halt machten wir am Tour de Losse, einem der am besten erhaltenen Genuesertürmen der Insel. Praktischerweise liegt dieser auch noch direkt an der Küstenstraße, somit muss nicht einmal ein beschwerlicher Fußmarsch dorthin in Kauf genommen werden!
Uwe besann sich bei der Umgehung des Turms auch gleich auf seine alte Klettervergangenheit und somit hatte er in flotten Zügen die wenigen Meter der steinernen Außenwand durchstiegen und war am Eingang des Turms angekommen.
Der Turm in seiner ganzen Pracht und "Reinhold" Kalusche beim Durchsteigen der Südflanke:
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Weiter ging es die Ostküste entlang (s. Film 16) bis Santa Severa, dort bogen wir links ab in die D180 und querten Cap Corse bis zur Westküste um einige km nach Norden zu fahren und von dort auf der D35 wieder zur Ostküste zurück zu fahren. Diese schöne Strecke bis zu unserer Kaffeepause in Macinaggio gibt es in Film 17 zu sehen.
Nach dieser Pause fuhren wir dann (etwas landeinwärts versetzt) parallel zur Nordküste gen Westen, auf diesem Wege machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Barcaggio und Tollare, dieser ist zugleich der nördlichste Ort Korsikas. Diese Streckenteile gibt es in Film 18 zu sehen.
Kaffeepause in Macinaggio und "Land's End" in Tollare:
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Weiter ging die Fahrt nach Centuri, der Langustenhauptstadt Korsikas und ganz Frankreichs. Dieser Besuch lohnte aber nicht wirklich, die Boote waren mitten am Tage natürlich noch auf dem Meer, der kleine Ort war um die Mittagszeit komplett verschlafen und für die sonst üblichen Touristenströme gab es einen großen Parkplatz außerhalb des Dorfes. Der einzige Lichtblick war eine Ansammlung von 5 Göttinnen (Citroën DS), die wir bestaunen konnten. Was für tolle Wagen!
Danach folgten wir der Westküste hinunter bis nach Nonza, wo es einen weiteren sehr gut erhaltenen Wachtum gibt. Dieser steht ganz oben im Dorf, weit oberhalb der Küstenlinie und bietet einen grandiosen Ausblick! Zudem ist der Besuch auch noch kostenlos. Ein örtlicher Künstler hat sich im Turm selber niedergelassen (bzw. seine Galerie) und bietet seine Werke feil....
Der Turm in Nonza und der Ausblick von oben auf die Küste samt schwarzgrauem Sand:
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Das war der letzte Stopp, bevor wir zurück zum Campingplatz fuhren. Teile dieser Strecke sind im letzten Film 19 zu sehen. Der Rest des Abend gestaltete sich wie üblich: Ein kleines und erfrischendes Bad im Meer, gemühtliches Essen am Hafen von St. Florent und ein paar Bierchen zum Abschluss vor unserem Zelt.
Das Resümee: Cap Corse taugt sowohl als Ein- als auch als Ausstieg von/für Korsika!
Die Tagestour: 200,28 km, Fahrzeit 4h16:10, Ø 47,63 km/h, die Route für GoogleEarth (KMZ).

Das Höhenprofil der Strecke:

Die Fotos dieses Tages gibt es ab hier.
Und weiter geht es mit dem vierten Teil des Berichts.





















