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Wednesday,Jun 10 2009, 09:34:56 AMKorsika - Mai 2009 / Teil 2
Korsika / 29.04.-10.05.2009 - Teil 2
Zurück zum ersten Teil des Reiseberichts geht es hier.
Samstag, der 02.05.
Nach dem wach werden und Duschen ging es natürlich gleich wieder an Deck, schon bald sollten wir ja im Hafen von Bastia einlaufen! Und wie schön es oben war: Die Sonne war gerade aufgegangen und wir fuhren an der Küstenlinie von Cap Corse entlang. Selbst ohne es zu sehen, konnten wir die Insel auch riechen. Als wäre man nahe eines Gewürzstandes auf dem Markt.
Morgenstimmung an Deck und Einblicke auf Bastia:


Kurze Zeit später kam der Lotse an Bord und wir fuhren in den Hafen ein. Schnell waren alle bei ihren Maschinen und raus aus dem Schiffsbauch. Am Hafen kurz die vorgeplante Route ins Navi geladen und es konnte losgehen Richtung erste Inselbasis. Wir hatten uns entschieden, zwei verschiedene Campingplatze anzusteuern, einen im Südteil der Insel und einen im Norden. Da unsere Rück-Fähre schon am frühen Nachmittag losfuhr, konnten wir diese kaum von Südkorsika aus erreichen, also nutzen wir den langen Tag der Ankuft (die Fähre fuhr um kurz nach 7 Uhr in den Hafen ein), um gleich den südlichen Platz anzusteuern. Das hektische Gewusel der Innenstadt ließen wir rasch hinter uns um am südlichen Stadtrand von Bastia eine Café samt Terasse an der Ausfallstraßen zu entdecken. Hier machten wir dann erst einmal unsere Frühstückspause. der Blick auf den Parkplatz war jetzt nicht so toll, aber die Palmen am Straßenrand samt dem Meer dort hinter entschädigten. Wir waren angekommen!
Nach der Stärkung ging es zunächst etwas weiter die (flache) Ostküste und an der schmalen Landzunge hinter der Étang de Biguglia entlang. Kaum sind wir 20km gefahren, mussten wir auch schon halten um die erste große Schafsherde vorbei zu lassen. Das mit den Tieren sollte uns eh den ganzen urlaub immer wieder beschäftigen. Je kleiner und abgelegener die Straßen, desto eher stehen Schafe/Ziegen, Schweine, Kühe oder Pferde auf oder direkt an der Straße. Wenige km nachdem wir wieder die Hauptstraße (N198) erreicht hatten, bogen wir in Figareto landeinwärts und ins Gebirge ab. Schnell kletterte die kleine, kurvige Straße empor und oben in St. Lucia machten wir einen weiteren Stopp. Weiter ging die Route auf immer kleineren Straßen, die teilweise irgendwann zu einspurigen Pisten wurden. Immer großartiger und rauer wurde die Landschaft, es ging wie in einer Achterbahn rauf und runter, ständig am Rand von tiefen Schluchten entlang um am Ende über eine kleine Brücke auf der anderen Seite des Berges wieder zurück zu fahren. So konnten wir manchmal Orte kaum 2km entfernt auf der anderen Talseite sehen, durch die wir eine halbe Stunde später erst durchfuhren. Der Nachteil dieser Straßen hinter den sieben Hügeln: Von Asphalt konnte man teilweise nicht mehr sprechen, oft reite sich Schlagloch an Schlagloch, dazu häufig Schwein und Kühe auf den Wegen. Kurzum: Für diese Art von Ausflügen ins Hinterland waren wir schlicht auf den falschen Maschinen unterwegs! Die Qualität der Straßen ergibt sich leider auch nur eher selten aus der Karte oder gar dem Routenplaner, so war ich an dieser Stelle schon froh, nicht für jeden Tag eine Tour für das Navi geplant zu haben! Außerdem zog es sich im Laufe des tages immer mehr zu und ab und an tröpfelte es, manchmal gab es auch einen kleinen Schauer. Wie wir später herausfinden sollten, ist das wohl nicht ungewöhnlich mit den dickeren Wolken im Tagesverlauf im Landesinneren
Landschaft unterwegs - Kühe auf der Straße und ein (irgendwann) abgebranntes Waldstück:
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Die Entfernungen bei so einer Fahrt unterschätzt man doch gehörig, z.B. ist es laut Karte etwa geschätze 70km Luftlinie von Bastia nach Ajaccio, das Straßenschild sprach aber von gut 140km... und das wohlgemerkt auf der Hauptstraße, die größte und am besten ausgebauteste der ganzen Insel! So kam es dann auch, dass Uwe irgendwo im Landesinnere kurz vor einer Passhöhe auf Reserve stellen musste. Oben angekommen erfuhren wir noch von zwei BMW-Fahrern, dass 2 Orte weiter in Cozzano wohl eine Esso-Tankstelle sein soll. Leider kamen wir nicht mehr ganz bis dorthin, so stellte Uwe seine Maschione ab und ich machte mich auf den Weg zu besagter Tankstelle. Mein Tank war inzwischen natürlich auch recht leer und somit war der Plan, mein Faß zu füllen, zurück zu fahren und Uwe mit Hilfe meines kleinen Pumpschlauchs (unter der Sitzbank) etwas Benzin abzugeben, so dass er zumindest bis zur Tankstelle kommt.
Ich fuhr also weiter und nur weniger Meter weiter sah ich schon das Ortseingangsschild, etwa 1km entfernt davon war auch die besagte Esso-Tankstelle - leider geschlossen. Also befragte ich mein Navi, welches mir eine weitere Tankstelle in 12km Entfernung anzeigte. Ich sagte also kurz Uwe Bescheid und fuhr weiter. Diesesmal hatte ich Glück... geöffnet! Also rasch volltanken und dann die herrlichen 12km Kurvenstrecke mit feinstem Asphalt (endlich mal!) wieder zurück. Wieder im ersten Ort angekommen, traf ich vor der geschlossenen Esso-Tankstelle auf eine Gruppe italienischer Moppedfahrer. Um die Tankerfahrung reicher und natürlich hilfsbereit wies ich einen Fahrer auf die geöffnete Tankstelle im nächsten Dorf hin. Der Konterte allerdings mit dem Wissen, das eben diese Tankstelle hier in 10min, also gegen 15 Uhr wieder öffnet. Tja, Fragen macht halt manchmal schlau....
Also zurück zu Uwe, mit dem Schlauch ein wenig Sprit rübergepumpt und ab ins Dorf. In der Tat hatte die kleine Esso-Station inzwischen wieder geöffnet und so konnte auch Uwe seinen Tank füllen, bis wir schließlich langsam der Westküste näher kamen und das zentrale Hochgebirge verließen. Hierbei klarte es auch zunehmend auf, die dichteren Wolken blieben im Gebirge zurück und es wurde zunehmend sonniger, bis es schließlich an der Küste fast gar keine Wölkchen mehr gab!
Zweit Campingplätze hatte ich in's Auge gefasst, der erste erwies sich als wenig schön gelegen, so blieben wir dann am 2. Platz - Camping Le Sud - bei Le Ruppione.
Impressionen von der Fahrt quer durch das Inselinnere gibt es in Film 1 und Film 2.
Sehnsüchtig erwartete Tankstelle und unser erster Campingplatz:
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Auch wenn laut Campingführer dieser Platz über einen kleinen Shop und Restaurant verfügt, was nicht falsch war, brachte uns das nichts, das diese Lokalitäten erst zum Sommer hin geöffnet werden. Aber direkt nebenan war eine kleine Einkaufszeile mit Strandbedarf, Restaurant und Boulangerie, die neben Backwerk auch noch Getränke (also auch Bier) im Angebot hatte. Zunächst schauten wir uns aber noch den örtlichen Strand an, der schön eingerahmt zwischen roten Felsen lag. Zurück bei dem kleinen Restaurant erfuhren wir, dass die Küche erstens noch nicht geöffnet ist und es auch nur (neben der Saison) ein Tagesgericht gibt. Aber wir erfuhren von der Bedienung, dass "nur etwa 1km entfernt" ein Pizzaria direkt am Strand wäre. Dorthin machten wir uns auf den Weg. Dieser eine km entpuppte sich dann allerdings als maßlos untertrieben! Egal... nach einer dreiviertelstunde Fußmarsch fanden wir besagtes Strandrestaurant. Allerdings war auch dort die Küche noch nicht geöffnet und so musste wir trotzdem noch fast eine Stunde bis 20 Uhr warten, bis wir endlich bestellen können. Die Lage direkt am Strand der Westküste und langsam untergehenden Sonne entschädigte aber für alles, es war hier wirklich Urlaub pur! Auf den weiten Fußmarsch zurück hätten wir dann doch gerne verzichtet, aber um den kamen wir leider auch nicht herum....
Strandterasse und Sonnenuntergang über dem Meer:
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Bevor es aber wieder 45 Minuten lang zu Fuß zurück ging, haben wir uns noch ein paar "Beer-to-go" gesichert um diese später am Campingplatz noch als Tagesabschluss zu trinken. Dabei fiel beim Benzin-Gequatsche an meinem Mopped auf, dass das Federbein hinten Öl verliert. Naja, bisher war das zum Glück noch nicht spürbar....
Die Tagestour: 307,42 km, Fahrzeit 6h02:39, Ø 51,78 km/h, die Route für GoogleEarth (KMZ).

Das Höhenprofil der Strecke:

Die Fotos dieses Tages beginnen hier.
Sonntag, der 03.05.
An diesem ersten rein korsischem Urlaubstag wollten wir auch gleich ganz in den Süden und hierbei Bonfiacio, welche als schönste Stadt Korsikas gilt, erkunden. Wir machten uns also an der Küstenstraße entlang und kamen auf diesem Wege auch an unserere Pizzaria des Vorabends vorbei. Diesesmal erzählte uns der Tacho auch die echte Entfernung, es waren knapp 3km, die wir am Vorabend pro Weg zurückgelegt hatten. Impressionen dazu gibt es in Film 3.
Ein gutes Stück herrlich, kurviger Straßen fanden wir ein kleines Bistro/Supermarkt mit Terrasse und herrlichem Ausblick auf das Cap von Porto Pollo. Hier machten wir erst einmal unsere Frühstückspause. Zugleich stellte sich die Stelle als Wegpunkt für eine Rallye dar, an der doch recht viele interessante, teilweise auch alte Wagen vorbei kamen. So gab es nicht nur die herrliche Aussicht Richtung Meer, sondern auch im Minutentakt schöne Autos zu bewundern! Davon sind auch ab und an noch welche im Film 4 zu sehen.
Porto Pollo samt Kap und Rallye-Teilnehmer:
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Nach der Stärkung ging es weiter an Propriano vorbei und Sartène hindurch bis an die Südküste. Die extrem kurvigen Straßen beruhigten sich dann auf den letzten etwa 20km und wir durchfuhren eine Ebene, bis es direkt vor Bonifacio wieder felsig wurde. Zunächst fährt man an der unten liegenden Neustadt und dem Hafen vorbei um sich von dort dann den Felsen hinauf zur Altstadt zu schrauben. Von unten ist eigentlich nur eine einzige große Festungsanlage zu sehen, hinter dessen Mauern sich die engen Gassen der Altstadt befinden. Oben angekommen parkten wir direkt auf einem kleinen Platz und waren somit direkt am Eingang der zahlreichen engen Gassen.
Typische Gasse in Bonifacio und Blick von der Festung zum Hafen:
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Wir schlenderte kreuz und quer durch die Gassen, machten viele Fotos und auch eine längere Pause an einem belebten Platz, danach kauften wir auch gleich unsere Mitbringsel für die Lieben daheim ein und machten uns danach wieder auf den Weg. So schön der Kulturtripp auch war... wie gut, dass wir nicht erst im August hier waren! Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie voll die kleinen Gassen dann erst sind, von der hitze in den Moppedklamotten gar nicht zu sprechen. So hat es wirklich Spaß gemacht!
Unsere Fahrt führte uns zunächst weiter durch das flache Land an der Östküste entlang, dann um Porto-Vecchio herum und von dort wieder ins Gebirge. Schnell schraubte sich die enger (und vor allem viel kurviger) werdende Straße in die Höhe, gab phantastische Ausblicke und tolle Landschaften preis (s. Film 5). Bei Agnarone fuhren wir an einem herrlichen See vorbei, an dem die Landschaft irgendwie an die Rocky Mountains oder zumindest an Karl May erinnerte.
Ausblick von oben auf die Ostküste und der wunderschöne Bergsee:
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Weiter ging es nach einer kurzen Pause durch die wunderschöne Hochgebirgswelt, die uns auch immer wieder Ausblicke auf die zahlreichen hohen und schneebedeckten Berge hergab. Der Film 6 zeigt einige Strecken nach der Pause am See. Allerdings zog es sich wieder langsam aber sicher zu, die Wolken wurden dicker und die Sonne verschwand zunehmends. Das kannten wir ja schon vom Vortag: Morgens bestes Wetter und später bewölkt es sich in den Bergen zunehmend.
Am späteren Nachmittag erreichten wir wieder die Westküste und auch an diesem Tage klarte es wieder zunehmend auf. Zunächst fuhren wir die Küstenstraße wieder Richtung Campingplatz und suchten nach einem Restaurant für die Abendverpflegung. Auch der kurze Abstecher zur Halbinsel Isolella brachte uns nicht weiter. Also entschlossen wir uns, zur Strandbar des vorabends zu fahren. Zwar war die nicht gerade billig, aber zum einen fehlten uns die Alternativen und zum anderen war es dort auch einfach schön!
Die Tagestour: 294,13 km, Fahrzeit 5h06:55, Ø 58,82 km/h, die Route für GoogleEarth (KMZ):

Das Höhenprofil der Strecke:

Die Fotos des Tages beginnen hier.
Montag, der 04.05.
Dieser Tag stand ganz im Zeichen der felsigen Westküste. Da die Berge aus dem Meer sehr schnell und hoch ansteigen, hatten wir einige Straßen doppelt zu fahren. Lies sich leider nicht vermeiden, machte aber auch nichts, denn die Pisten waren durchweg reizvoll.
Zunächst ging es nordwärts an Ajaccio vorbei etwas durch's Land um dann kurz darauf an der Küstenstraße entlang zu fahren. Durch die Wettererfahrungen der beiden Vortage entschlossen wir uns, bei Sagone in's bergige Hinterland abzubiegen. Und die Entscheidung war goldrichtig, wir hatten tolles Wetter und fuhren an Schluchten und schneebedeckten Gipfeln vorbei um über Evisa kommend wieder an die Küste zu gelangen. Etwas Hinterlandfahrt zeigen der Film 7 und Film 8.
Das bergige Hinterland zwischen Ajaccio und Porto:
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In der Umgebung von Porto befinden sich die schönsten Teile der Küstenstraße, somit fuhren wir durch enge Straßen direkt an der Felswand weiter gen Norden, immer mit einem Blick auf das tolle Panorama! Da es zu diesem Weg leider keine alternative Rückstrecke gab (zumindest nicht mit tagestourfreundliche Länge) markierte die kleine Passhöhe von Bocca A Croce unseren Wendepunkt. Da Uwe direkt am Anfang der Küstestrecke nördlich von Porto einige Fotos machen wollte, war ich schon seit vielen km alleine Unterwegs. Aber ein kurzes Telefonat bracht uns dann am Parkplatz des "Passes" wieder zu einer Kaffepause im Schatten zusammen.
Oberhalb der Küstenline nördlich von Porto und Kaffeepause am "Pass":
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Danach ging es die Straße wieder zurück, Teile dieser Hin- und Rückfahrt nördlich von Porto zeigen Film 9 und Film 10. Von dort fuhren wir weiter an der Küste Richtung Süden entlang. Von hier konnten wir auch die langsam dichter werdende Bewölkung im Landesinneren gut erkennen. Wie inzwischen vermutet, entstehen die dicken Quellwolken wohl immer erst im Laufe des Tages, wenn die Sonne die kühleren und feuchteren Bergregionen aufwärmt. Also war ab jetzt klar, hatten wir Landesinnere und Küste auf unseren Streckenplan, möglichst zuerst in's Gebirge und später an der Küste entlang!
In Cargese bogen wir von der Straße ab und fuhren hinunter durch den Ort bis zum Hafen um dort eine Pause zu machen und später trafen wir in Sagone wieder auf unseren Hinweg. Teile der Strecke zeigen Film 11 und Film 12.
Pause am Hafen von Cargese und wieder im Hinterland:
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Auf dem Rückweg verpasste ich dan prompt die richtige Abfahrt und so fuhren wir etwa 20km "falsch" auf der N196 Richtung Bonifacio. Allerdings war die Strecke so ein Traum, dass man kaum von falsch sprechen kann. Die ganze Zeit klappten wir bei recht hohem Tempo von einer Reifenkante zur anderen, es war wie im Rausch und der tolle Asphalt vermittelte zusätzlich das Gefühl, auf einer Rennstrecke zu sein! Das blieb einem echt fast die Spucke weg... wow! Diesen Spaß erkauften wir uns aber mit einige schlechten Nebenstrecken, die uns später zurück zum Campingplatz brachten. Hierbei war dann doch langsam die schlechter werdende Dämpfung meines Federbeins zu spüren, die bösen Löcher in diesem Teilstück schlugen schon kräftiger durch als vorher. Auf glatten Asphalt gab es aber bisher zumindest keine Probleme.
Vor unsere Ankunft am Zelt hielten wir aber noch an dem morgens gefundenen Supermarkt und kauften uns zur Abwechslung mal (neben den üblichen Bierreserven) 2 Dosen Ravioli, die wir später auf Uwe's Kocher zubereiten sollten. Wir wollten ja die reisekasse im Auge behalten und somit nicht jeden Abend 12-14€ für die Pizza zahlen.
Vor dem Mahl war aber noch ein Besuch unseren "Hausstrandes" angesagt und Uwe lies es sich nicht nehmen, dem Mittelmeer einen persönlichen Besuch abzustatten!
Der Strand am Campingplatz und Uwe in den Fluten:
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Die Tagestour: 314,57 km, Fahrzeit 5h17:58, Ø 60,25 km/h, die Route für GoogleEarth (KMZ):
Das Höhenprofil der Strecke:
Die Bilder des Tages gib es ab hier.
Weiter zum Teil 3 des Berichts geht es hier entlang....
Tuesday,Jun 9 2009, 07:28:35 AMKorsika - Mai 2009 / Teil 1
Korsika / 29.04.-10.05.2009 - Teil 1
Als zum Jahresanfang die ersten Pläne Richtung Motorradurlaub gingen, hatte ich (wie üblich) eher die Sommermonate im Fokus. Da mein Kollege wie immer die ersten 4 Wochen der Sommerferien in Urlaub fährt und Jessica danach für 8 Wochen ein Praktikum macht, stand der Monat Juni schnell ganz oben auf dem Zettel.
Leider stellte sich damit auch recht schnell heraus, dass ein gemeinsamer Urlaub mit Daniel (wie die letzten beiden Jahre) nicht klappen wird. Das Semester endet erst Mitte Juli, somit bekamen wir unsere Kalender nicht unter einen Hut.
So begann ich etwa Anfang März damit, mich mal in diversen Foren "umzuhören", bei den Netbikern gibt es immer einige Urlaubsfahrten im Angebot und schnell fand ich auch 2 Gruppen, die nach Norwegen fahren wollten. Das weckte mein Interesse, schließlich steht Norwegen auch noch auf meiner "to do"-Liste!
Gerade als die Planungen intensiver werden sollte, bekam ich plötzlich am 20.03. von Tommy zugezwitschert, dass sein Arbeitskollege Uwe (wir drei waren 2004 zusammen in den Alpen, zumindest anfangs) im Mai gedenkt, mit dem Bock nach Schottland zu fahren...!
Eine kurze Nachfrage ergab, dass Uwe von Ende April bis etwa Mitte Mai "frei" hat, da seine Frau und die Töchter zur "Mutter/Kind-Kur" sind. Die Planungen waren noch ganz am Anfang und Uwe war gerade im Begriff mögliche Mitfahrer auszumachen.... Na, da hatte er doch ganz schnell einen gefunden!
Wie sich herausstellte schwankte Uwe in der Zielwahl noch zwischen Schottland und Korsika, beides Ziele, die ich auch noch anfahren wollte! Da man von unseren Gefilden aus relativ schnell nach Schottland kommt (Fähre z.B. ab Amsterdam), reicht im Prinzip eine Woche Zeit, um so einen Urlaub umzusetzen. Da Uwe aber gerade bei der Zeit sonst recht eingeschränkt ist, wollte er die anstehende Urlaubsperiode auch möglichst ausnutzen. Für 2 Wochen würde er die nächsten Jahre wohl kaum wieder auf's Mopped kommen. Also fiel die Wahl schließlich auf Korsika, da allein die Anfahrt schon länger dauert und daher die Mittelmeerinsel insgesamt mehr Zeit benötigt als Schottland.
OK, das Ziel war gefunden, der Zeitrahmen abgesteckt... es konnte also mit der genaueren Planung begonnen werden! Zunächst musste noch das WIE der Anreise geklärt werden. Ich bin ja schon seit Jahren Fan des Autozuges, der einen über Nacht dem möglichen Zielgebiet deutlich näher bringt. Uwe hingegen ist eher Freund des "wenn Moppedurlaub, dann auch nur mit Mopped". Da ich mit meiner verkleidungslosen Hornet sicher nicht ganze Tage über die Autobahn brettern wollte, andererseits man bei dem Zeitfenster auch nicht beide Strecken überland abfahren konnte, machten wir den Kompromiss: Ein Weg fahren wir selber, den anderen lassen wir uns (zum Teil) fahren. Als nächstes war zu klären, von wo wir die Überfahrt angehen. Auf dem Papier gibt es diverse Möglichkeiten von Frankreich und Italien aus, nach langem Studium der Fahrpläne, Preise und Anschlussmöglichkeiten mit dem Autozug (Terminal Alessandria) kamen wir zu folgenden Lösung: Hinfahrt in 3 Tagesetappen bis Savona, dann die Nachtfähre nach Bastia, eine Woche später die Mittagsfähre von Bastia nach Livorno um dann noch einen Tag für die italienische Küstengebiete und Apenninen zu haben.
Bei der Buchung der Fähre stellte sich heraus, dass man wohl ein Fahrzeug mit mehreren Personen zusammen buchen kann, allerdings nicht 2 Fahrzeuge gleichzeitig. Im Gegenzug werden auch bei der Unterkunft nicht etwa einzelne Betten (wie im Autozug) geordert, sondern Kabinen. Dabei stellte sich auch heraus, dass 2, 3 und 4-Bett Kabine alle die gleichen Preise haben. Somit buchte ich neben meinem Mopped noch eine 4-Bett Kabine zur Überfahrt (118€), bei Uwe's Ticket hingegen kein Quartier dazu (60€), in der Hoffnung, dass die angegebenen Infos mit den Kabinen ("Bucht eine Person eine Kabine, steht sie ihr exklusiv zu") auch stimmen!
Die Rückfahrt nach Livorno war tagsüber, also braucht man bei der Fähre auch keine Kabine, wir zahlten pro Person gut 17€. Schien auf jeden Fall ein Schnäppchen zu sein. Unsere Reederei war Corsica Ferries und ich buchte im Internet bei DirectFerries.
Als letztes blieben noch die einzelnen Etappen abzustecken, zunächst einmal die Anfahrt. Die Fahrstrecke war so schon lang genug, also blieb ein möglichst direkter Weg erste Wahl, bedeutet also im Prinzip durch die Schweiz. Das war schon einmal gar nicht so leicht, weil man Ende April nicht so einfach mal eben durch die Alpen fahren kann. Alle höheren Pässe sind zu dieser Jahreszeit noch geschlossen und Tunnel gehören meist zum Autobahnnetz, für das man eine Vignette benötigt (in CH nur Jahresplaketten!).Die Möglichkeiten ohne Tunnel (St. Moritz/Malojapass, Simplonpass) fielen schnell heraus, weil dafür einfach zu große Umwege nötig wären. Somit blieb die Fahrt durch den Großen St. Bernhard-Tunnel und Aostatal, da sich in diesem Tunnel auch die Landesgrenze CH/I befindet und er somit nicht zum schweizer Nationalstraßennetz gehört, d.h. man bezahlt eine direkte Maut bei der Durchfahrt. Die grobe Route war also abgesteckt und jetzt blieben nur noch mögliche Quartiere übrig. Die Gesamtstrecke wurde also in 3 Teilabschnitte unterteilt. Die erste Etappe würde irgendwo im Bereich zwischen Odenwald und Schwarzwald enden, da fiel mir gleich Csibi von den Hornet-Freunden ein, der in dem Gebiet wohnt. Nach kurzem Mailaustausch stand auch fest: Wir konnte bei ihm in Bretten (nördlich von Pforzheim) übernachten. Das nächste Quartier sollte irgendwo im Bereich frnzösich-italienisch-schweizer Grenzgebiet sein. Bei diversen Hotelsuchen blieb ich schnell in dem kleinen Örtchen Leysin hängen, in dem es einige recht günstige B&B-Hotels gibt. So ergaben sich Tagesetappen von rund 450km, also gut zu schaffen. Der Rückweg führte uns zunächst nach Livorno, von wo wir dann noch ein Stück weiter nach Norden fahren wollten um dann in der Nähe von La Spezia ein Quartier zu beziehen. Hier fand ich in Borghetto di Vara ein nettes B&B-Hotel, welches ich auch gleich buchte, da bei dem Anbieter nur eine kleine Anzahlung nötig war. Die letzte Etappe sollte uns dann am Cinque Terre vorbei und durch den Apennin bis nach Alessandria führen. Damit war die Vorplanung abgeschlossen und es konnte losgehen...!
Mittwoch, der 29.04.
Es war soweit, es ging los! Die Wetteraussichten waren allerdings eher bescheiden. Naja, es ging zumindest erstmal trocken los. Durch den morgendlichen Bielefelder Berufsverkehr quälte ich mich Richtung A33 um flott zu Uwe nach Borchen zu kommen. Dort angekommen (fast pünktlich) frühstückten wir erst einmal ordentlich und dann fuhren wir weiter Richtung Sauerland. Danach ging es quer durch den Vogelsberg und dort natürlich über Teile des Schottenrings. Leider war es danach vorbei mit dem trockenen Wetter. Es fing leicht an zu regnen... Zum Glück blieb es überwiegend bei leichterem regen, so dass wir trotzdem noch gut voran kamen. Im Spessart wurde der Regen zwischenzeitlich etwas stärker, aber auch das blieb im Rahmen. Es folgte der Odenwald und zum Schluss eine kleine Irrfahrt (suche nach einem Imbiss außerhalb des Kartenbereichs), aber das Navi brachte uns dann doch zu Csibi. Kurz vor unserem Zielort klarte es sogar auf und in Bretten hatte es sogar gar nicht geregnet!
Pause im Odenwald:
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Wir stellten unsere Böcke in Csibi's Garage und brachten unseren Kram in die Wohnung, danach fuhren wir nach Oberderdingen (Nachbarort) um etwas zu essen. Ein nettes Gasthaus im Zentrum bietet dort gute und günstige Speisen an, zumal in ordentlichen Portionen. Mein besonderes Interesse weckte das "große" Cordon Bleu, von dem Csibi sprach. Auch der Hinweis, das die normale Variante schon alles andere als klein ist, schreckte mich nicht ab, nicht mal die Nachfrage der Kellnerin beim bestellen ("Sicher das Große?")... ich war neugierig. Zu Essen bekam ich dann das:

Nein, ich habe nicht alles aufgegessen... der jugendliche Ehrgeiz ist inzwischen weg, zumal ich auch weiß, wie man sich dann den Rest des abends fühlt.
Wir ließen den Abend noch mit einigen Bierchen in Csibi's Wohnung ausklingen und legten uns dann auf die dicken Luftmatratzen schlafen.
Die Tagestour: 522,72 km, Fahrzeit 7h04:43, Ø 75,05 km/h, die Route für GoogleEarth (KMZ)

Das Höhenprofil der Strecke:

Die Fotos des Tages beginnen hier.
Donnerstag, der 30.04.
Wir standen zeitig auf, zum Einen musste Csibi arbeiten, zum Anderen hatten wir auch an diesem 2. Tage eine ordentliche Strecke vor uns! So verabschiedeten wir uns nach dem Verladen unserer Sachen und machten uns auf den Weg. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle an Csibi für das Quartier und den netten Abend, wir sehen uns auf dem Hornet-Treffen!
Nachdem wir die ersten Kilometer bis Pforzheim hinter uns gebarcht hatten kamen wir in den Schwarzwald. Diesen durchfuhren wir ziemlich komplett von Nord nach Süd... wirklich sehr schön. Es ist doch schon etwas anderes als die meisten (deutlich flacheren) Mittelgebirge, wirklich klasse zum Fahren! Zwar war es an diesem Tage auch wieder oft wolkig, aber es sollte den ganzen Tag trocken bleiben!
Weiter ging es in die Schweiz, dort mieden wir natürlich die Ballungsräume und fuhren etwa mittig zwischen Bern und Luzern hindurch bis zum Südufer des Thuner Sees, dort ging es dann im Simmental auch endlich in alpine Höhen, so langsam tauchten Schneereste am Straßenrand auf. Auf dem Col des Mosses erreichten wir kurz vor unserem Ziel auch das Dach des Tages (1445m).
In Leysin angekommen bahnten wir uns durch die Spernetinen im Ort (der deutlich oberhalb des Tals am Berg liegt) den Weg zu unserem Angepeilten B&B-Hotel Les Airelles. Ein großes, etwa 100 Jahre altes Haus ziemlich weit oben im Ort, durch das man sich erst einmal den Weg bahnen musste. Unten im Souterrain ging es herein, an zwei freundlichen Hunden vorbei zum Erdgeschoss...nix. Weiter in die erste Etage... auch nix. Halt... doch! Eine Kligel auf einer Kommode mit dem Hinweis, dort zu läuten. Kaum geschehen war von der Etage oberhalb eine freundliche Stimme zu hören, die in einem singenden Englisch ihr Kommen andeutete. Wie sich herausstellte, leitet ein freundliche Frau Ende 50 das Haus, die ursprünglich aus Chicago stammt. Trotz eines kleinen Aufpreises entschieden wir uns für ein Zimmer mit Balkon, ganz oben unterm Dach. Spätestens die Aussicht auf das Tal bei Aigle und weit entfernt Richtung Mont Blanc-Massiv entschädigt für die 5€ Mehrkosten!
Unser Zimmer und das Panorama:
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Nachdem wir also unseren Raum bezogen hatten und wir in die Örtlichketen eingewiesen wurden (Frühstücksbuffet etc.), gingen wir zur Bahnhofsgaststätte (an der Zahnradbahn aus dem Tal). Wir waren ja komplett neben der Saison, somit hatten viele Restaurants noch nicht auf, zudem liegt das schweizer Preisniveau auch deutlich über dem heimatlichen. Somit folgten wir dem Tipp unserer Gastgeberin zu einer simplen Pizza. Von dort nahmen wir uns dann noch 2 Bierchen mit um diese bei tollem Panorama auf dem Balkon zu genießen.
Die Tagestour: 502,05 km, Fahrzeit 7h:04:43, Ø 70,42 km/h, die Route für GoogleEarth (KMZ)
Das Höhenprofil der Strecke:

Die Bilder des Reisetages gibt es ab hier.
Freitag, der 01.05.
Der dritte und letzte Transittag brach an und da wir am letzten Abend schon bezahlt hatten, hieß es also schnell frühstücken und los. Wir machten uns also in der wohnzimmerartigen Umgebung an die Nahrungsaufnahme. Anfangs waren wir die einzigen dort, somit konnte natürlich einer der Haushunde nur bei uns zuschauen.
Frühstücks- und Nachbarraum:
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Danach packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg gen Italien. Zunächst ging es in's Tal und dann weiter Richtung großer St.Bernhard. Hierzu namen wir allerdings nicht die Hauptstraßen, sondern fuhren durch die Gorges du Durnand und den Skiort Champex. Auf der Passhöhe bei einer Pause sahen wir dann in der Tat noch eine Skifahrerin.
Weiter ging es dann wieder auf die Transitstrecke Richtung Tunnel. Kurz vor der Einfahrt tankten wir noch einmal den vergleichsweise günstigen schweizer Sprit und ab ging es. Zunehmend wurde es kühler und auch der Schnee am Straßenrand wuchs langsam höher. Uwe hatte bis zum Tanken immer noch die Hoffnung, dass der Pass womöglich offen wäre und wir eventuell nicht doch über den Berg fahren könnten. Ein Hinweisschild kurz vor der Tunneleinfahrt brachte dann aber die erwartete Gewissheit. Die Tunneleinfahrt befindet sich auf knapp 1900m Höhe, so langsam wurde es wirklich kühl und so kam die Tunneleinfahrt auch ganz gelegen. Etwa 15min und 6km später spückte uns das schwarze Loch auf italienischer Seite wieder aus. In schnellen Schwüngen windete sich die Straße ins tal und sofort wirkte alles deutlich wärmer und sommerlicher. Obwohl nur weniger km auseinander, ist das Klima südlich des Alpenhauptkamms doch deutlich milder!
Nach der Fahrt durch Aosta ging es auf die recht öde Strecke durch das lange Tal. Zu unserer Freude stellten wir fest, dass der 1. Mai auch in Italien ein Feiertag ist, so blieben und wenigstens die sonst auf dieser Strecke üblichen LKW-Kolonnen erspart! Ab Ivrea verabschiedeten sich die Berge hinter uns und wir fuhren ins Flachland, bis es zwischen Chivasso und Asti langsam wieder hügeliger und kurviger wurde. Dann verschwand auch der bisher immer noch weit im Westen hinter Turin sichtbare Alpenkamm mit seinen weißen Gipfeln.
Als wir nach vielen kleinen Nebenstraßen bei Carcare wieder auf die Hauptstraße kamen wurde uns sehr schnell klar, was das Motorrad in Italien für einen Stellewert als normales Verkehrmittel hat! Als würden wir uns in der Anfahrt zu einem großen Motorradtreff (z.B. Brocker Mühle) befinden war etwa jedes 4. Fahrzeug ein Mopped! Dieses Bild änderte sich auch in den Straßen von Savona nicht und als wir in den Fährhafen einfuhren änderte sich das Bild natürlich auch nicht. Es stand schon eine lange Schlange von Motorrädern im Einfahrbereich und wartete auf die Verladung.
Pause am Skigebiet und unsere Fähre (Mega Smeralda):
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Nachdem die Maschinen im Bauch des Schiffes vertäut waren scheckten wir ein und bezogen unsere Kabine. Kurz aus den Klampotten raus und dann erst einmal auf Entdeckunsreise gehen! Das Schiff wirkkte noch recht neu und modern, hatte ein Kinderparadies, kleine Shops, ein Disco und diverse Restaurants und Self-Services. Da wir ja auch hier Feiertag hatten, konnten wir entsprechend vorher nicht mehr etwas Verpflegung einkaufen. So gab es halt die günstige Bordverpflegung: Ein Stück Pizza (Preis OK) und eine große Flasche korsisches Bier (0,75l Pietra) mit Korken zu 9€ (unfassbar!). Schnell kamen wir auch mit unseren bayrischen Tischnachbarn in's Gespräch, welches wir später nach Beginn der Überfahrt am Oberdeck fortsetzten.
Korsisches Bier in einer Weinflasche und Benzingespräch an Deck:
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Danach machten wir es uns in unsere Kabine bequem und freuten uns auf den nächsten morgen.
Die Tagestour: 413,65 km, Fahrzeit 6h36:21. Ø 51,73 km/h, die Route für GoogleEarth (KMZ).

Das Höhenprofil der Strecke:

Fotos des Tages gibt es ab hier.
Weiter zu Teil 2 des Berichts...
Friday,Mar 27 2009, 08:54:14 AMTagestour 13. März 2009
Tagestour am 13.März 2009
Es sollte das erste "frühlingshafte" Wochenende 2009 werden, Temperaturen bis an die 15°C wurden angekündigt! Das schöne Wetter dazu wurde allerdings nur für den Samstag versprochen. Egal... bei solchen Werten beschloss ich recht schnell, die erste Tour dieses Jahres ins Sauerland zu machen! Schnell war eine nette Route abgesteckt und somit ging es dann auch kurz nach Mittag los. Die Anfahrt erfolgte flott über die A33, um dann von Haaren aus überland weiter zu fahren. Vorbei ging es bei feinstem wetterchen an der Aabachtalsperre und am Diemelsee. Leider (oder zum Glück?) war die ufernahe und sehr kurvige Strecke am Ostufer gesperrt, so ging es etwas anders als geplant weiter. Via Brilon-Wald und Bruchhausen ging es langsam über Siedlinghausen immer mehr in die Höhe. Schon relativ früh waren die höheren Berge weiß eingezuckert, aber als es Richtung Altastenberg ging, wurde es auch langsam am Straßenrand weiß.
Zwischen Siedlinghausen und Altastenberg:
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Im weiteren Verlauf merkte man so langsam jeden Höhenmeter. neben den ständig steigenden Schneewällen am Straßenrand wurde es auch merklich kühler! In Altastenberg angekommen erwartete mich ein immer wieder irgendwie suspekter Anblick: Man kommt auf dem Motorrad in den Ort gefahren und überall laufen vermummte Leute mit Skiern Snowboards und Schlitten herum, die mich genauso komisch angeschaut haben wie ich sie!
Kurz vor Altastenberg beim Abbiegen von der L742 auf die K75:
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Weiter ging es dann über die Hochsauerland-Höhenstraße, wenig Verkehr und überwiegend trocken (bis auf regelmäßige, kleine Schmelzwasserbäche) machte die Runde schon derbe Spaß. Um diese Jahrezeit ist die Gefahr von Laserpistolen der Rennleitung auch noch relativ gering...
Nach der Runde lief mir dann doch wieder etwas Zeit weg, so dass ich die weitere Tour (quer durch bis in den Arnsberger Wald) dann doch abkürzte und den direkten Heimweg einschlug. Sinnigerweise viel mir das genau zu dem Zeitpunkt ein, wo das Navi mich dann im Folgenden noch eine halbe Runde über die Höhenstraße schickte.... machte aber trotzdem auch beim zweiten mal Spaß!
Dann ging es über Winterberg, Niedersfeld, Olsberg, Altenbüren, an Brilon vorbei und durch Bad Wünnenberg wieder zurück zur Autobahn. Insgesamt kamen so gut 330km zusammen. Die Fotos dieses Tages beginnen hier.
Die Tagestour (zumindest der interessante Teil):

Monday,Mar 2 2009, 08:48:21 AMTagestour 1. März 2009
Tagestour 1. März 2009
So, die (offizielle) Saison läuft wieder und passend dazu war feines Wetter angekündigt! Ab und an Sonnenschein bei etwa 13° wurden verkündet, somit war auch klar, was an diesem Tage zu tun sein wird!
Vor einiger Zeit war mir mal in den Sinn gekommen, dem Kaiser Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica einen Besuch abzustatten. Ich war bisher zwar schon unzählige Male (meist mit dem Zug Richtung Hannover) daran vorbei gefahren, aber bisher noch nie oben gewesen. Für die üblichen Kulturtage zur Schulzeit (wie Hermannsdenkmal, Externsteine und Freilchtmuseum Detmold) war das wohl ein wenig zu weit weg gewesen, somit bestand da mal Nachholbedarf!
Ich fuhr also so gegen 13 Uhr munter Richtung Wiehengebirge los, auch wenn von dem (zumindest teilweise) angekündigten Sonnenschein noch nicht viel zu sehen war. Im Laufe des Tages stellte sich heraus: Das sollte auch überwiegend so bleiben..... Egal, die Straßen trockneten gerade langsam ab und es hatte um die 10°C, also alles im grünen Bereich. Nur einen Pulli hätte ich zwischen T-Shirt und Lederjacke doch besser noch angezogen! So war es doch unterwegs bisweilen etwas frisch.
Ich "schlich" also den Südrand des Wiehengebirges etwa bis Lübbecke entlang um dann auf die Nordseite zu wecheln, in Nettelstedt ging es dann die Passstraße wieder zur Südseite um weiter über nette Straßen bis auf Mindener Gebiet immer hin- und her zu springen. Danach ging es ein Stück durch die Ebene um schließlich zum "Kaiser" hochzufahren. Oben gab es einen Parkplatz, der allerdings noch einige hundert Meter vom Denkmal entfernt war. So entschloss ich mich dann doch den abgesperrten Weg bis ganz nach oben zu fahren. Sonderlich viel Publikumsverkehr war noch nicht und ich wollte weder Navi usw. am Mopped lassen noch den ganzen Tankrucksack mitschleppen.
Das Denkmal ist dann doch größer, als es von unten so erscheint und auch die Aussicht ist wirklich toll!
Oben am Denkmal:

Einmal der Blick in die Norddeutsche Tiefebene und etwas weiter östlich am Weserbergland entlang.
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Nach dem Kulturteil ging es nun weiter über die Weser Richtung Rinteln und dann südlich durch's Kalle- und Extertal gen Detmold zu fahren. Durch Berlebeck ging es dann über den Pass im Teutoburger Wald (hier erschreckte mich dann noch ein Schild, dass Winterausrüstung erforderlich sei!) nach Schlangen und weiter um Paderborn herum. Von dort noch kurz bei meinen Eltern vorbei (der Nachteil eines Überraschungsbesuchs: Es war leider niemand da) und schließlich via Marienfeld und Steinhagen zurück nach Hause.
Insgesamt kamen an diesem Tage 272km zusammen und somit war die erste "richtige" Tour für 2009 auch gefahren. Hoffe mal nicht, dass der Winter noch irgendwann wiederkomtm., so kann die nächste Tour dann vielleicht mal Richtung Sauerland gehen!
Die Fotos (alle vom Denkmal) von dieser Tour fangen hier an.
Hier noch die Übersicht über die Route:

Monday,Feb 9 2009, 01:02:30 PM2. Wintertour 2009
2. Wintertour 2009
Am Freitag, den 06.02. spielte das Wetter mal wieder vollkommen mit (sonnig und etwa 10°!), somit kam schon am frühen morgen der Gedanke auf, etwas früher Feierabend zu machen um die restliche Zeit bis zum Sonnenuntergang für eine weitere kleine Moppedtour zu nutzen!
Diesemal solle auch endlich mal die Hornet ihren ersten Ausritt für 2009 bekommen und somit macht ich mich gegen 15.30 Uhr auf Richtung Westen, nördlich des Teutos entlang.
Die Route führte mich dann in einer kleinen Schleife gen Norden durch das Wiehengebirge und von dort über die "Hausstrecke" von Bad Essen Richtung Oldendorf. Durch den dichten Wald war die Piste allerdings noch fast durchgehend feucht, aber nun gut, was soll man im Februar erwarten. ;-)
Über Schledehausen ging es an Melle vorbei bis Wellingholzhausen, wo ein Tankstopp nötig war.
Tankstopp in Wellingholzhausen:

Weiter ging es über die kurvige Strecke nach Dissen (für die das gleiche galt wie weiter oben) und von dort dann über Borgholzhausen nach Werther.
Pause am Ortsrand von Dissen:

Von dort fuhr ich noch kurz am neuen Heim von Simone & Fran k vorbei, wo gerade der neue Küchenboden verlegt wurde. Leidre nur ein Handwerker zugegen und kein Hausbesitzer. ;-)
Langsam wurde es auch dunkler und kalt, so dass ich die letzten Meter unter die Räder nahm....
Wieder angekommen:

Herrlich wars.... 112km kamen zusammen.
Hiert noch die Route im Überblick:






































