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Friday,Jun 22 2007, 09:02:24 AMAlpentour Juni 2004

Tagebuch der Alpentour im Juni 2004

Die zweite Alpentour, diesesmal mit Tommy R. und Uwe K.

Anreise für Tommy und mich war mit dem Autozug von Dortmund (bzw. Tommy von Düsseldorf) nach München. Dort trafen wir uns mit Uwe und fuhren in die ersehnten Berge!

Zum Fotoalbum von der gesamten Tour geht es hier entlang: -> Bilder <-

Bei der Verladung am Autozug-Terminal in Dortmund (inzwischen leider geschlossen):


 

17.06.2004 (Do) - 322,60km (Daten durch Routenplaner rekonstruiert)

Am ersten Tag wollten wir bis Bürs zu österreichischen Arbeitskollegen von Tommy und Uwe. Dummerweiser lief der Tag nicht so wie geplant. Nach etwa 150km stürzte Tommy in einer Kehre im Namlos-Tal (Tirol) und brach sich dabei das rechte Schlüsselbein! Nachdem der Krankenwagen ihn eingesammelt hat fuhren wir hinterher nach Reutte ins Spital. Nach der Verarztung gings für Uwe und mich nochmal nach Namlos, um Tommys Maschine bei einem Bauern unterzustellen. Das Mopped hat relativ wenig abbekommen, die dicke Gepäckrolle hat viel Schaden verhindert.

So nahmen wir unsere ersten Pässe auf ungeplante Art und Weise: Uwe und ich nur zu Zweit und Tommy im Taxi. ;-)

Die Route: 

München - Starnberg - Oberau - Reutte - Bichlbach - Namlos - (Unfall -> Reutte - Namlos - ) Stanzach - Warthe - Lech - Flexenpass - Dalaas - Bludenz - Bürs

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ) 

Die Erstversorgung der Krankenwagenbesatzung: 

 

 

18.06.2004 (Fr) - 273,37km - 4h52:24 - Ø57,99km/h

Nach einer (trotz allem) netten Feier am Abend trennten sich dann unsere Wege: Tommy lies sich zum Bahnhof nach Bludenz bringen um heimwärts zu fahren und Uwe und ich machten uns auf den Weg zu unserem ersten Tagesziel, einen Campingplatz in der Nähe von Edolo. Bei den ersten höheren Pässen bemerkten wir schnell die frühe Saison, es lag noch sehr viel Schnee oben auf den Passhöhen!

Nach eine kleiner Pause im Tal bei Livigno dann der nächste Schreck: Uwes TRX mochte nicht mehr starten! Bis zum Anschlaten der Zündung war alles OK, bei drücken auf den Starter war dann Ende... alle Lampen aus. Außerdem "verklemmte" sich das Hauptrelais, so dass zunächst nichts mehr ging. Nach einigen kleinen Schlagen auf den "Hinterkopf" lies das relais wieder los, aber ein erneuter Versuch kam zum gleichen Ergebnis: Alles wieder aus. So belebten wir das Releais erneut und beschlossen, den Bock eben anzuschieben, was auch reibungslos funktionierte.

Wieder fahrend waren wir gleich so motiviert, dass wir unser Augenmerk überwiegend auf der kurvige Fahrbahn lag und weniger auf die Schilder neben der Straße! Im letzten Moment sah ich Hinweis auf die kommende Grenze, so dass ich hinter der nächsten Kurve so gerade noch passend bremsen konnte! Uwe bekam das wohl nicht mit, so dass er schön mit Tempo die Grenzstation auf der falschen Fahrbahn passierte! Das fanden die Grenzschützer nicht so witzig, so bekamen wir (Uwe kam dann doch nach einer Wendung zurück) nach einer kompletten Papierkontrolle einen kleinen Vortrag über die Regeln im schweizer Straßenverkehr gehalten! ;-)

Die inzwischen bekannte Startprozendur der TRX wiederholten wir noch einmal beim Tanken, diesesmal direkt (!) an einer Tankstelle an der schweizerischen/italienischen Grenze! Der Witz dabei.... für das Anrollen musste Uwe die Grenze passieren, so erklärten wir den Staatsschützern vorher den Sachverhalt, so dass Uwe tempoaufnehmend über die Grenze rollen konnte um seinen Bock kurz danach wieder in Betrieb zu nehmen!

In Tirano suchten wir dann eine kleine Werkstatt auf, der (nur italienisch verstehende) Mechaniker erkannte das Problem aber sofort und schraubte die Masseleitung an der Batterie wieder richtig fest! OK, lieber einmal wie die letzten Deppen dastehen als ein wirkliches Problem zu haben!

Die Route:

Bürs - Feldkich - Vaduz - Balzers - Landquart - Schiers - Klosters - Davos - Flüelapass - Zernez - Livigno (E-Problem/Uwe) - Livignopass - Poschiavo - Tirano (Werkstatt) - Aprica - Apricapass - Cortena Golgi (Edolo)

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ) 

Oben auf dem Flüelapass: 

 

 

19.06.2004 (Sa) - 220,50km - 4h36:04 - Ø53,61 km/h

Den folgende Tag drehten wir eine Runde um die örtlichen Pässe, dabei sollte es wieder hoch hinaus gehen! Im Laufe der Nordost-Rampe des Stilfserjochs fing es dann an zu Regnen. Dieser Regen ging immer mehr in Schnee über, als wir mehr und mehr Höhe gewannen. 

Auf der Passhöhe angekommen entschlossen wir uns, den Niederschlag bei einem wärmenden Kaffee im Tibethaus abzuwarten. Es war auf der Passhöhe schon auffällig leer, nichts zu sehen von der üblichen Kirmes! Naja, der Schnee wurde nicht wirklich weniger und nachdem wir der Wirtin noch halfen, ein vom starken Wind aufgewehtes Fenster wieder zu schließen entschlossen wir uns, lieber in die regenklamotten zu springen und vom Berg herunter zu kommen!

Die Route:

Edolo - Poja - Passo di Gavia - Bormio - Umbrailpass - Tubre - Prato allo Stelvio - Stilfserjoch - Bormio - Sernio - Tirano - Apricia - Apricapass - Cortena Golgi (Edolo)

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)  

Schneesurm auf dem Stelvio (da noch recht schwach): 

 

 

20.06.2004 (So) - Regentag in Edolo

Der Tag begann, wie der letzte aufhörte... nass und regnerisch. So entschlossen wir uns einen Touristentag in Edolo zu verbringen, mit Capucciono auf der Piazza usw.

Als wir am Nachmittag wieder zum Campingplatz zurück kamen, erfuhren wir von unseren Nachbarn, dass das Stilfserjoch auch heute noch geöffnet war... allerdings lag oben etwa 20cm Neuschnee, was gerade mit hochmotorisierten Rennmaschinen nur bedingt Spaß macht. Da war der Tag davor wohl noch die besser Wahl. ;-)

Urnenwand auf dem Friedhof von Edolo:


 

21.06.2004 (Mo) - 273,49km - 4h30:09 - Ø61,75km/h

Der nächste Tag diente zum Transit in die Dolomiten. Wir suchten uns einen größeren Campingplatz in Cortina aus, der letzte war doch etwas klein und auch zu weit vom Ort entfernt.

Beim Wetter harten wir zumindest etwas mehr Glück. War zwar überwiegend bedeckt, aber zumindest blieb uns richtiger Regern erspart! Vor den Wolken her fuhren wir den Giaupass hinauf um oben zu erfahren, wie schnell sich das Wetter in den bergen ändern kann. Man konnted en Wolken zusehen, wie sie langsam den Pass "hochkrochen" und irgendwann über den Kamm schwappten. Das war für uns auch der Zeitpunkt, schnell wieder aufzusatteln und runter vom Berg! ;-)

Die Route:

Edolo – Passo di Tonale – Cles – Tuenno – Denno – Mezzolomardo – Lavis – Albiano – Sover – cavalese – Tresaro – Predazzo – Moena – Passo S. Pellegrino – Caviola – Selva di Cadore – Passi di Giau – Procol – Cortina d'Ampezzo

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)  

Passhöhe Giau, die Wolkenwand kommt gerade im Hintergrund an: 

 

 

22.06.2004 (Di) - 386,06km (nicht mehr Daten, da nach etwa 181km Reset des Tachos)

Dieser Tag stand ganz im Zeichen der zahklreichen Pässe vor Ort. Nirgends in den Alpen ist die "Passdichte" höher, es geht in einer Tour rauf und runter und gleich wieder rauf (heisst ja nicht umsonst z.b: Sella-Runde)! Leider spielte das Wetter wieder nich so ganz mit. Direkt vor der Auffahrt zum Passo Pordoi holte uns der Regen wieder ein. Als es im Tal vorbei war, fuhren wir (hoffnungsvoll, aber trotzdem in Regensachen) los.... leider blieb die Regenwand am Berg hängen, so war auch meine 2. Fahrt über den Pordoi (wie im Jahr vorher auch) wieder eine Regenüberquerung.

In Cortina selbst bemerkten wir wieder die Vorsaison. Das Campingplatzrestaurant (extra bei der Wahl des Platzes drauf geachtet!) hatte noch geschlossen und im Ort selbst überwiegte die hochpreisige Gastronomie. Wir stzten uns nichtsahnend in einen gepflegten Esstempel (allein die vielen verschiedenen Getränkegläser hätten uns abschrecken müssen!) und dann schlichen wir uns klammheimlich wieder raus, nachdem wir einen Blick auf die Karte geworfen hatten... bei etwa 40€ ging es los!

In einer Nebenstraße fanden wir dann doch noch ein Pizzaria (Hotel Panda?!) in unsere Preisklasse! ;-)

Die Route:

Cortina d'Ampezzo - Passo di Falzarego - Passo Pordoi - Passo di Sella - Grödnerjoch - La Villa - Pederoa - Longega - Furkel Sattel - Valdaora - Toblach - S.Candido - Kreuzbergpass - Padola - Passo S. Antonio - Auronzo - Passi Tre Croci - Cortina d'Ampezzo

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)  

Grandiose Felswand am Sellapass:


 

23.06.2004 (Mi) - 344,51km - 4h45:27 - Ø73,38km/h

Diesen Tag nutzen wir wieder, um unsere Basisstation zu verlegen. Da weder Uwe noch ich bisher im nördöstlichen Alpenbereich waren machten wir uns auf den Weg in die Steiermark. Unser Ziel lag nördlich der Niederen Tauern, von wo wir schnell südlich nach Kärnten kommen konnten. Die Fahrt dorthin war eher ernüchternd. Es waren fast durchgängig Bundesstraßen, wo es neben dem Tempolimit und Überholverbot auch jede Menge LKWs gab. Alternative, kleine Straßen durch die Berge waren auf der gesamten Strecke nicht zu finden.

Naja, unser Campingplatz lag hübsch an einem See und das Wetter war tagsüber auch viel freundlicher. Wir bauten unser Zelt nah am Seeufer auf und widmeten uns dann der Körperpflege. Schon vorher sahen wir oben an den Bergen nördlich dunkle Gewitterwolken aufziehen, als wir dann unter der Dusche waren brach das Unwetter über uns herein. ich konnte unter der Dusche das Rauschen des Regens hören!

Als er aufgehört hatte bekamen wir dann am Zelt den Schock...  Unser Stoffhaus stand in einer kleinen Senke (hatten wir vorher nicht wirklich gesehen), die sich durch den starken Regen in eine kleinen Teich verwandelt hatte! Da das Zelt vorher häufiger auf steinigem Boden stand hatte es anscheinend deshalb inzwischen kleine Löcher im Boden. Mein schwerer Tankrucksack drückte sich nach unten und so "sprudelte" fröhlich Wasser ins innere. Zum Glüc kwaren wir relativ schell da, so dass nur wenige Sachen wirklich Nass wurden, mein Schlafsack (unterer Hälfte) gehörte leider dazu.

Nach Rücksprache der Besitzer konnten wir in einem Abstellkammer/Garage übernachten. Die Wetteraussichten für die nächsten 3 Tage war auch überaus lausig, so entschlossen wir noch am Abend am nächsten Tag die Tour abzubrechen und direkt nach Hause zu fahren!

Die Route:

Cortina d'Ampezzo - Toblach - S.Candido - Tessenberg - Kartitschsattel - Untertillach - Kötschach - Waidach - Greifenburg - Spittal - Katschberghöhe - St.Michael - Mauterndorf - Radstädter Tauernpass - Radstadt - Schladming - Stainach - Aigen

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)  

Da war das Zelt noch trocken... 

 

 

24.06.2004 (Do) - 859,47km - 8h51:36 - Ø97,95km/h

Unsere Fahrt führte uns zunächst Überland bis Passau und dann auf die Autobahn. Am nächsten Zwischenhalt trennten sich unsere Wege dann. Uwe konnte wegen seiner Halbschale deutlich höheres Dauertempo fahren als ich komplett ohne Verkleidung und so machte es keinen Sinn, dass er die ganze Zeit auf mich warten sollte.

Ach ja: Die Hälfte des Ticketpreises bekam ich noch von der bahn zurück... immerhin. ;-)

Die Route:

Airgen - Pürgg - Bad Aussee - Bad Ischl - Gmünden - Ried - Passau - Regensburg - Nürnberg - Bamberg - Schweinfurt - Kassel - Paderborn - Bielefeld

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)  

 

=> 2662 km

 

Legende:

Die angegebene Fahrzeit und Durchschnittsgeschwindigkeiten sind Daten meines digitalen Fahrradtachos (Sigma BC1200). Es sind reine Fahrdaten, also sind keine Pausen bzw. Fahrstopps (z.B. rote Ampel) enthalten!

Bei den unterstrichenen Wegpunkte handelt es sich um Pässe.

 

 

Friday,Jun 22 2007, 08:51:44 AMAlpentour August 2003

Tagebuch der Alpentour im August 2003

Bei diversen Tagestouren kamen wir irgendwann mal auf das Thema Alpen und urlaub. Schnell waren wir uns einig, dass sowas auch mal anstehe! Frank fährt einen T4-Bulli, der sich als Moppedtransporter (im Crosserbereich) schon bewährte und hat einen guten Freund, dessen Mutter in Grünwald bei München wohnt (wo der Wagen stehen bleiben kann). Somit ist der Plan schnell gefasst und nach einer kleinen Planungsphase hatten wir uns auf Zeit (2 Wochen im August) und Ziel (österreichischen Alpen, Dolomiten und die nördliche Toskana) geeinigt.

Es konnte also losgehen: Am 11.08.2003 (So) fuhren wir vormittag in Bielefeld los und kamen am frühen Abend in München an. Die Moppeds also ausgeladen, noch was Essen gehen und ein paar Bierchen gekauft und schnell den Transporter in ein Wohnmobil verwandelt. Am nächsten Morgen sollte es ja zeitig losgehen!

 

11.08.2003 (Mo) - 314,94km - 5h23:40 - Ø59,83km/h 

Als erstes Ziel für ein "Basislager" haben wir uns Nassereith in Tirol ausgesucht. Von dort konnten Tagestouren in eigentlich jede Richtung starten. Wir fanden einen netten, kleinen Familien-Campingplatz, der sogar einen Pool hatte. 3 Nächte blieben wir hier.


Pause unterwegs am Walchensee und später auf unserem Campingplatz:

  
 

Die Route: Grünwald - Mittenwald - Leutasch - Zirl - Kühtaisattel - Imst - Fernpass - Namlos-Tal - Stauzach - Klimm - Hahntenjoch - Nassereith

Das ganze noch für GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil: 

 



12.08.2003 (Di) - 339,77km - 6h02:11 - Ø57,12km/h 

Die erste Tagestour von Nassereith aus führte uns u.a. über die sehr schöne Piller Höhe, der Kaunertaler Gletscherstraße (bis auf 2750m!) und der (mautpflichtigen) Silvretta Hochalpenstraße. 

Der "Gacher Blick" aufs Inntal und die Westflanke der Silvretta Hochalpenstraße:

  

Die Route: Nassereith - Wenns - Piller Höhe - Kaunertaler Gletscherstraße - Landeck - Silvretta Hochalpenstraße - Schrunz - Bludenz - Arlbergpass - Landeck - Imst - Nassereith 

Hier für GoogleEarth (KMZ) 

Streckenprofil: 

 

 

13.08.2003 (Mi) - 342,10km - 5h51:31 - Ø59,29km/h

An diesem Mittwoch stand die 3-Länder Tour an, die und aus Österreich heraus durch Italien und die Schweiz führen sollte. Außerdem fuhren wir noch in die "Sonderzoll"-Zone Samnaun (Schweizer Staatsgebiet, aber nur von Österreich aus zu erreichen)... dieses bestand aber im Prinzip nur aus Geschäften und Tankstellen.

Unter anderem ging es in dieser "Königsetappe" über das Stilfserjoch, welches oberhalb von 54 Kehren auf knapp 2760m Höhe liegt. Das Tagesmotto in diesem Hitzesommer war grundsätzlich: Zeitig auf und schnell hoch hinaus!

Blick ins Samnauner Tal und auf die Nordostflanke des Stilfserjochs:

 Blick ins Tal Stilfserjoch

Die Route: Nassereith - Imst - Landeck - Samnaun - Reschenpass - Mals - Stilfserjoch - Umbrailpass - Ofenpass - Zernez - Schuls - Martina - Landeck - Imst - Nassereith

Das Ganze für GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil: 

 


 
14.08.2003 (Do) - 298,83km - 5h43:34 - Ø53,10km/h

An diesem Tag stand unser erster Quartierswechsel an, es sollte weiter in die Dolomiten gehen. Der Tag begann eigentlich wie üblich, sonnig und heiß. Während der Überquerung des Jaufenpasses kamen wir aber in ein Gewitter, welches sehr schnell heftiger wurde und auch direkt auf unserer Route lag. So machten wir auf der Passabfahrt an einem Gasthof eine Zwangspause. Das Gewitter ging, der Regen blieb... also in die Regenkombis und weiter, wir hatten ja noch ein Ziel zu erreichen!

Auf dem Rest der Strecke gabs mal schwächeren, mal stärkeren Regen, auf dem Pordoi-Pass war dieser sinnflutartig! Außerdem sind die Temperaturen dramatisch abgestürzt... losgefahren bei guten 25° und angekommen bei nur noch 8°C!

Der erste angepeilte Campingplatz in Canazei war leider voll, so fanden wir dann in der Nähe von Pozza di Fassa noch ein Plätzchen.

Auf dem Timmelsjoch und unsere neue Basis.... ganz im Trüben und weit weg von der Hitze der Vortage:

 Timmelsjoch Unsere neue Basis

Die Route: Nassereith - Imst - Oetz - Timmelsjoch - St. Leonard - Jaufenpass - Sterzing - Bruneck - S. Martino - S. Vigilio - Lougeda - Corvara -  Passo di Campolongo - Passo Pordoi - Canazei - Pozza di Fassa

Die Strecke bei GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil: 

 


 
15.08.2003 (Fr) - 114,00km - 2h31:15 - Ø46,58km/h   

Nach einer richtige Schlotternacht, wir hatten ja nur die sehr dünnen Hochsommer-Schlafsäcke dabei, Startete dieser Tag nicht wirklich schöner als der letzte aufhörte. Zumindest regnete es nicht mehr, feucht war nach den Sturzregen des Vortages trotzdem noch alles, vor allem auch unsere Stiefel und Handschuhe.

Egal, ich hatte noch Ersatzhandschuhe dabei und es kam die nächst festen Schuhe zum Einsatz. Da weder wir noch unsere Ausrüstung in optimaler Verfassung waren, entschlossen wir uns zu einer kürzeren Runde: Es sollte einmal um die Sella-Runde gehen. Im Laufe des Tages heiterte es zunehmend auf und als wir später wieder am Campingplatz ankamen, war es sogar wieder sonnig.

Auf dem Sellajoch und an unserer Basis:

 Sellajoch Auf dem Campingplatz
 

   
Die Route: Canazei - Sellajoch - Grödnerjoch - La Villa Stern - Passo di Valparola - Passo Pordoi - Canazei - Pozza di Fassa

Und das ganze für GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil: 

 


 
16.08.2003 (Sa) - 249,26km - 5h13:17 - Ø48,96km/h

Ein weiterer Transittag stand auf dem Programm, es sollte weiter bis zum Gardasee gehen. Unterwegs in der Nähe von Trento mussten wir an einer Automaten-Tankstelle die Fässer nachfüllen. Eigentlich unspektakulär... aber das sollte sich am Ziel noch ändern.

Bis in die Nähe des Gardasees war die fahrt nett, dann begann das Verkehrschaos.... vor allem viele Autofahrer aus Deutschland wollten es nicht einsehen, dass man in Italien mit dem Motorrad üblicherweise an Autokolonnen vorbei fährt! So wurden wir des öfteren mal vom Gegenverkehr aufs Korn genommen. Die gesamte Uferstraße bestand eigentlich nur aus einer Blechkolonne und inzwischen waren die Temperaturen wieder auf das vorher bekannte Maß geklettert.

Also wir endlich in Peschira ankamen dann der Schreck: Mein Portemonnaie war verschwunden.... ich hatte es (nach kurzer Überlegung) an der oben besagten Tankstelle liegen gelassen! Mit Hilfe der (einigermaßen deutsch und englisch sprechende) netten jungen Frau von der Rezeption wurde noch wild herum telefoniert...  brachte nur leider nichts.

Also nach dem Einchecken noch bei den örtlichen Carabinieri vorbei um den Verlust zu melden und einen entsprechenden Wisch zu bekommen, falls ich mal in eine Kontrolle komme.

Panorama unterwegs und Blick auf den Gardasee (Gegenlicht, das Wetter war perfekt!):

  Gardasee

Die Route: Pozza di Fassa - Moena - Predazzo - Cavalese - Molina - Valda - Lavis - Trento - Sardagna - Mt. Bondone - Cimone - Aldeno - Nomi - Castellano - Varano - Torbole - Malcesine - Riva di Garda - Peschiera

Das alles für GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil: 

 


 
17.08.2003 (So) - 286,40km - 5h23:38 - Ø54,43km/h

Da uns die Fülle auf den Straßen am Anreisetag schon abschreckten (Haupturlaubszeit in Italien) beschlossen wir, gleich weiter zu fahren. Die anfängliche Hitze war wieder vollends da, nur das wir ihr diesesmal nicht in die Höhe entfliehen konnten. Was bleibt? Ach ja... die Po-Ebene ist wirklich nur öde zu druchfahren!

Impressionen unterwegs: 

  
 

Die Route: Peschira - Valeggio - Montova - Suzzara - Reggio Emilia - Castelnovo - Mt. Fiorino - Passo di Cerreto - Fivizzano - Rometta - Tendola - Carrara - Massa - Viareggio

Wieder für GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil:



 
18.08.2003 (Mo) - 281,54km - 5h48:41 - Ø49,55km/h

Zeit für zwei Tagestouren sollten wir in der wunderschönen Toskana haben. Die erste Runde sollte von unserer Basis in Viareggio am Meer in das nördöstliche Bergland gehen. Einstieg dazu war das wunderschöne Lucca.

Es war eine traumhafte Runde! Malerische kleine Dörfchen in sanften Hügel und einsame, kleine Sträßchen die wirklich km-lang nur aus Kurven bestanden.Strecken, die sich hinter denen in den Alpen wirklich nicht verstecken müssen. Das einzige Problem war im Prinzip die Hitze, die Temperaturen näherten sich tagsüber der 40°-Marke.

Impressionen unterwegs - malerische Orte und traumhafte Kurven:

 Ort in der Toskana 


Die Route: Viareggio - Luca - Piaggori - S. Pietro a Marc - Marlia - Borgo - S. Marcello - Bardalone - Piastre - Prunetta - Marliana - Pescira - Villa Basilical - Foce di Trebbio - Bagni di Lucca - Barga - Borgo - Lucca - Viareggio

Die Strecke noch einmal - GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil:



 
19.08.2003 (Di) - 243,00km - 4h19:58 - Ø56,92km/h

Die 2. Tagestour führte uns südlich unserer Basis in das flachere Hügelland. Der Anfang der Tour (diesesmal nicht über Lucca) der Küste entlang bis kurz hinter Pisa war noch recht öde (weil nur geradeaus), danach wurde es wieder nette mit der gleichen Erkenntnis wie am Vortage: Herrliche Strecken gibt es in dieser wunderschönen Landschaft und die tollen, alten Städtchen unterstützen die herrliche Stimmung noch mehr.

Bild von unterwegs und unser Zelt auf dem Campingplatz:

  


Die Route: Viareggio - Pisa - Guasticce - Collesalvetti - Fauglia - S. Luce - Riparbella - Ponteginori - Montecatini - Volterra - La Sterza - S. Pietro Belv. - Ponsacco - Pontedera - Bientina - Lucca - Viareggio

Das ganze für GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil:



 
20.08.2003 (Mi) - 394,69km - 6h18:52 - Ø63,37km/h

Ab jetzt heisst es mit Riesenschritten zurück.... die nächsten Etappen werden alle im Zeichen des Transits stehen. Das erste Zwischenziel auf dem Weg zurück nach München ist ein Campingplatz oberhalb des Lago di Caldonazza. Nach den Erfahrungen des Hinweges wollten wir uns diesesmal vom Ufer des Gardasees fernhalten.

Typisches Bild aus der Toskana und unser Quartier:

  

Die Route: Viareggio - Lucca - Bagni di Lucca - Payullo - Modena - Verona - Rovereto - Mattarello - Calceranica (Lago di Caldonazzo)  

Das gleiche für GoogleEarth (KMZ) 

Streckenprofil:


 

21.08.2003 (Do) - 280,14km - 4h54:13 - Ø58,04km/h

Am folgenden Tage ging es auch gleich wieder weiter. Das nächste Ziel war Heiligenblut südliche des Großglockner-Massivs. Ein sehr hübscher Ort mit bekannter Wallfahrtskirche.

Auf dem Campingplatz, den wir passend mit einsetzendem Regen erreichten, wurde wir direkt nach dem Zeltaufbau von unserem holländischen Nachbarn mit einem Bier begrüßt!

Wir hatten einen richtigen Weltenbummler bei uns... Seine 4 Jahre alte sdcke GS-BMW hatte über 186tkm auf der Uhr und er war damit schon um die halbe Welt gefahren! An seinen Alu-Tourenkoffern zeugten viele Länderaufkleber von diesen Reisen, u.a. Tibet, Neuseeland, Venezuela und natürlich diverse europäische Ziele.

Unterwegs mit Blick auf die 3 Zinnen und auf der Campingplatzwiese in Heiligenblut:

 Passo Tre Crocci Heiligenblut


Die Route: Calceranica - Pergine - Passo di Redebus - Valcava - Cavalese - Predazzo - Passo di Valles - Caviola - Alleghe - Passo die Giau - Cortina d'Ampezzo - Passo Tre Croci - Col S. Angelo - Dobbiaco - Silion - Lienz - Iselsbergpass - Heiligenblut

Nochmal GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil:



 
22.08.2003 (Fr) - 348,65km - 5h47:15 - Ø62,46km/h

Die letzte Etappe führte uns noch über die tolle (aber auch recht überlaufende) Großglockner Hochalpenstraße und in einem Schlenker durch das Berchtesgardener Land. Schon war der tolle Urlaub zu Ende. 

Blick auf den Großglockner-Gletscher und am Hochtor: 

 großglockner Hochtor
 


Die Route: Heiligenblut - Großglockner Hochalpenstraße - Taxenbach - Dienten - Dientner Sattel - Bischofshofen - Golling - Hallein - Berchtesgarden - Hintersee - Inzell - Traunstein - Seebruck - Rosenheim - Grünwald

Auch die letzte Strecke für GoogleEarth (KMZ)

Streckenprofil:


 

Insgesamt kamen auf der ganzen Reise 3496,41km zusammen!

 

Legende:

Die angegebene Fahrzeit und Durchschnittsgeschwindigkeiten sind Daten meines digitalen Fahrradtachos (Sigma BC1200). Es sind reine Fahrdaten, also sind keine Pausen bzw. Fahrstopps (z.B. rote Ampel) enthalten!

Bei den unterstrichenen Wegpunkte handelt es sich um Pässe.



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