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Thursday,Aug 28 2008, 10:04:34 AMAlpentour August 2008 / Teil 1

Alpenurlaub August 2008 / Teil 1

 

Nachdem Daniel und ich letzes Jahr doch arge Schwierigkeiten hatten, zusammen mit dem Autozug anzureisen, sollte dieses Problem für den 2008er Sommer durch zeitiges Buchen vermieden werden. So schauten wir direkt am Anfang des Jahres nach geeigneten Verbindungen und Terminen. Es sollte dieses mal in die franz. Alpen gehen! Da ich so eine Tour 2004 schon von/ab München machte war schnell klar, dass auf diese Art sehr viele und lange Transits anstehen würden. Also entschlossen wir uns, das neu ins Programm genommenen Autozug-Terminal in Alessandria als eine Station zu wählen. Diese Stadt liegt im Piemont genau im Dreieck Turin/Mailand/Genua und in einer lockeren Tagestour ist das Grenzgebiet Italien/Frankreich zu erreichen.

Gleichzeit kam bei uns beiden die Idee auf, auch endlich einmal das Hornet-Treffen zu besuchen. So kam es terminlich wunderbar hin, beides zu kombinieren: Erst zum Treffen bei Kassel und von da direkt in den Urlaub. Da wir eh schon in Hessen sein werden, wählten wir (statt alternativ Düsseldorf) Neu-Isenburg bei Frankfurt als Abfahrtsort.

Schnell waren also die Termine gefunden und wir machten uns zeitgleich (per Chatkonferenz) an die Buchung. Da wir beide ADAC-Mitglieder sind konnten wir auch deren "Aktionscode" nutzen, welcher pro Buchung 10€ Ersparnis brachte. Somit buchten wir also für die maximale Ersparnis beide seperat und auch die Fahrten einzeln. Für 228€ hatten wir also schonmal unsere Tickets. Ab da begann dann das Warten.... Einige Zeit davon verbrachte ich mit Vorplanung der Strecken, was im endenden Winter auch schon ganz schön viel Spaß macht! Letztes Jahr nutze ich mein Navi eigentlich nur zur An- und Abreise sowie zum Tracken der Route, diesen Sommer wollte ich die Strecken möglist schon vorplanen. Nicht, weil es wirklich nötig ist, aber weil es das Fahren erleichtert und zudem viel Spaß macht!

Hier also der 1. Teil des Reisebereicht, der 2. Teil ist hier und der 3. hier zu finden. Zudem gibt's auch noch eine Gesamtübersicht aller Fotos.

 

Sonntag, der 10.08.

Der Urlaub begann mit dem Hornet-Treffen, von dort fuhren wir direkt zum Autozug nach Neu-Isenbeurg (bei Frankfurt/Main).
Wir fuhren zunächst durch den kaufunger Wald, querten die A7 und begaben uns in den Vogelsberg. Dort fuhren wir (bei regnerischem) Wetter ein Teil des Schottenrings, eine wirklich nette Strecke. Da wir zeitlich etwas im Verzug waren und dazu bei den feuchten Straßen das Fahren nicht unbedingt der absolute Bringer war, kürzten wir die weitere Route um den Schlenker durch den Spessart ab und nutzten ab der nächsten Kreuzung die Autobahn. So kamen wir trotz Daniel's "Zustand" und kleineren Verwirrungen am Hanauer Kreuz pünktlich zur Verladung der Moppeds am Autozug-Terminal an. Das war dann auch schnell geschehen und so tranken wir schonmal die ersten Ankommbierchen am Bahnsteig, bis unser Zug aus Düsseldorf ankam.

Nach der Ankunft suchten wir unsere Plätzchen. Wie sich herausstellte, hatten wir Glück mit dem Abteil und während der Fahrt definitiv die beste Truppe, die ich bisher in einem Zugabteil hatte! Ein Paar aus Thüringen, welches mit einer fetten HD E-Glide durch's nördliche Italien wollte (er war HD-Händler) und noch ein Typ aus Bonn, welcher mit einer 6-köpfigen "Männergruppe" in den späten 40ern nochmal auf große Fahrt ging. Da das Wetter zunehmend besser wurde, hatten wir während der Fahrt die ganze Zeit das  Fenster auf und so wurde unser Abteil zur Raucherzelle, was uns weitere Bekanntschaften aus dem Abteil der Rheinländer bescherte
Nach einem traumhaften Sonnuntergang gab's noch ein kleinen Tütchen, was der Nachtruhe sehr zuträglich war.

Die Tagesfotos gib's ab hier.

 

Die Moppeds verladen in Neu-Isenburg und der Sonnenuntergang aus dem fahrenden Zug:

   

Die Tagestour ging über 304,48 km (3h48:54 min -
Ø 81,08 km/h), hier für GoogleEarth (KMZ): Witzenhausen - Spangenberg - Appenfeld - Oberaula - Lauterbach - Schotten - Wächtersbach - Neu-Isenburg

 

Die Route und das Streckenprofil:

 

 

 
 

 

Montag, der 11.08.

An Alessandria angekommen machten wir uns nach dem Entladen sogleich auf den kurvigen Weg Richtung Riviera. Vorher gab's noch einige feine Wagen zu sehen: Eine "Göttin" (Citroën DS Cabrio) und auch einen Lamborghini. Hierbei waren wirklich alle italienischen Bahnmitarbeiter mit vollem Einsatz bei der Arbeit, um die Flunder heile vom Wagen zu beklommen. Mindestens 6 Einweiser gaben gleichzeitig ihr Bestes!

 

2 Autos vom Autozug, verschiedener geht kaum. Ich würde die "Göttin" nehmen!

 
 
 

Auf dem Weg in den Süden wurde es zunehmend wärmer, erst recht als wir die berge verließen und uns der Küste näherten. Leider war der ausgesuchte Campingplätze direkt am Meer ausgebucht. Wir bekamen einen "Tipp" zu einem anderen Platz, etwa 20km landeinwärts bei Isolabona. Zunächst suchte ich mit Hilfe des Navis aber einen anderen Platz, der nicht so weit im Hinterland war, dummerwiese schien dieser nicht wirklich zu existieren. Wieder Zeit verloren und noch keione Basis gefunden. Da Urlaubszeit war mussten wir damit rechnen, dass die anderen Plätze an der Küste auch wohl ausgebucht waren, außerdem ist die Küste dicht besiedelt und bei etwa 30° durch Innenstädte zu fahren hat nicht so den Reiz. So fuhren wir dann doch zu dem Platz vom erhaltenen Prospekt. Man will ja auch mal ankommen.

Der entpuppte sich als Fehlgriff: Schlechter Boden (das sollte sich noch rächen!), bescheidene Ausstattung und derbe saftige Preise! Das erfuhren wir natürlich erst bei der Abreise, etwas blauäugig nutzen wir die Möglichkeit des Anschreibenlassens. Aber der Reihe nach:

Der Platz war schon gut gefüllt, so blieb nur ein unschattiges Gelände Richtung Straße, welches zudem recht steinig war. OK, die Sonne störte nicht lange, sie versteckte sich zeitig hinter den Bergen. Also aufbauen und entspannen. Im Kühlschrank/Reception der Bar gab's kaltes Bier in 0,66l-Flaschen. Später sprangen wir noch kurz in den feinen und recht großen Pool (Schwimmzeit war eigentlich schon beendet), danach ging's zur Bar, wo kleine Speisen angeboten wurden. Die Wahl zwischen Pommes, Salat und Spaghetti fiel auf letzteres, danach noch 2 Bierchen und der Abend konnte ausklingen.

Natürlich hatte ich auch dieses Jahr wieder meine kleine Filmkamera dabei, die ich natürlich auch sofort einsetzte. Hier ist Film1, Film2 und Film3 dieses Tages. :-)

Die Tagesfotos gib's ab hier.

 

Fotos von unterwegs:

 
 
 

Die Tagestour ging über 351,65 km (6h31:35 min - Ø 54,88 km/h), hier für GoogleEarth (KMZ): Alessandria - Bazzana - Sessame - Cortemilia - Monesiglio - La Pedaggera - Ceva - Bosco - Pamparato - Garessio - Nava - Andagna - Dolcheacqua - Bordighera - Soldano - Isolabona

 

Die Route und das Streckenprofil:


 

Dienstag, den 12.08.

Da wir nun woanders gelandet waren als ursprünglich angedacht war die vorgeplante Tagestour natürlich nur bedingt geeignet, zumindest in der ursprünglich gedachten Form. Allerdings führte die Route auch an unserem Campingplatz vorbei, somit konnte die Tour fast wie geplant gefahren werden, nur war der Startpunkt halt jetzt mitten in der Tour. Nach ein wenig herumgeklicke war die Route im Navi angepasst und es konnte losgehen.

Am Anreisetag konnten wir schon feststellen, dass viele der kleinen Straßen über die Berge doch extrem klein und eng waren, so dauerte die Tour doch deutlich länger als gedacht (Schnitt von unter 50 km/h!). Machte aber nichts, sie war zum Glück nicht so ewig lang. Wir fuhren zunächst ostwärts durch die Berge, um dann später die Küste entlang zu fahren. So kamen wir durch San Remo und fuhren weiter bis nach Frankreich. In Menton bogen wir ab und machten uns wieder auf den Weg in die Berge, der legendäre Col du Turini stand noch auf dem Programm!

 

Das an den Fels gebaute Apricale und Pause an der franz. Riviera:

 
 

Die Straßen rund um diesen Klassiker der Rallye Monte Carlo sollte uns nicht enttäuschen! Atemberaubende Kurven schlängeln sich durch die Berge, die steil in die Höhe gehen. Zwar sind die absoluten Höhen (deutlich unter 2000m) wenig beeindruckend, aber hier fangen sie halt auf Meereshöhe an! Egal welche Straße genommen wurde, es windete sich wie Gedärm um die Berge, einfach toll! Selbstredend wurden diese tollen Strecken auch wieder gefilmt: Video1, Video2 und Video3.

 

Rund um den Col du Turini:

   

Auf dem Rückweg kauften wir noch etwas flüssige Abendverpflegung und machten Station an einer Pizzeria in Isolabona, schon war der Tag auch fast vorbei.

Am Abend hatten wir einen neuen Nachbarn mit Suzuki DR600 und Westerwälder Kennzeichen. Wie sich herausstellte, wohnt Carsten aber schon länger in Südfrankreich (KFZ-Meister an einem BMW-Testgelände) und will die kommenden knapp 2 Wochen einige Enduropisten abfahren. Los sollte es am nächsten Tag auf der Ligurischen Grenzkammerstraße gehen. Die Umgebung um den Bonette sollte auch noch folgen, so bestand sogar die Möglichkeit, sich noch einmal zu treffen. Dazu sollte es dann aber doch nicht kommen, wäre auch schon ein derber Zufall sein. Wir tauschten uns also am Abend bei einigen Bierchen noch schön aus...

Die Tagesfotos gib's ab hier.

Die Tagestour ging über 254,93 km (5h14:27 min - Ø 49,62 km/h), hier für GoogleEarth (KMZ): Isolabona - Bajardo - Ciabaudo - Taggia - San Remo - Menton - Castillon - Lantosque - Col du Turini - Sospel - Breil-sur-Roya - Collabassa - Dolcheacqua - Isolabona

 

Die Route und das Streckenprofil:


 

Mittwoch, der 13.08.

Dieser Tag stand im Zeichen des Transits. Doch vor der Abfahrt sollte noch der Preisschock kommen! Wir nutzen ja das "Angebot" des Anschreibens, jetzt wurde auch klar, warum das so gerne gemacht wurde. Die Pasta des Vorabends schlug mit satten 12€ zu buche (einen teller Spaghetti wohlgemerkt!), das Fläschen Bier kostete 5€ und pro Nacht und Nase waren gute 14€ für den Platz fällig. Donnerwetter! An unserem ertsten Platz direkt am Meer wurde anscheinend nicht nur der Prospekt weiter gegeben, sondern auch die Preise...

Wir fuhren weiter zu unserer nächsten Basis nach St.-Julien-du-Verdon am Lac de Castillon. Die Fahrt dorthin führte uns am südlichen Alpenrand mit Abstand zur Cote d'Azur entlang, um dem Verkehr, Trubel und der Wärme der Küste zu entgehen. Dort befuhren wir zahlreiche kleine Pässe und Schluchten, um dann schließlich den Grand Canyon de Verdon zu umrunden. Durch die Erfahrungen der ersten Tage (viele sehr kleine und enge Straßen) verkürzten wir die Route etwas und wichen so auf einige Hauptstraßen aus. Diese sind im franz. Hinterland immer noch landschaftliche reizvoll und schön zu befahren. Der Grand Canyon ist immer wieder großartig und der Streckenverlauf außen herum sehr reizvoll mit phantastischer Aussicht. Leider ist das kein Geheimnis und entsprechend ist das Verkehrsaufkommen.

   


Nachdem wir Europas größte Schlucht umfahren hatten ging es weiter nördlich zu unserem nächsten Campingplatz in St.-Julien. Der Ort war dann doch kleiner als erwartet, so mussten wir den See entlang nach Norden in die nächste Stadt (7 km) zum Einkaufen fahren. Dafür gab's dort dann aber auch einen richtigen Supermarché. Durch die Erfahrungen der letzten Preise auf dem Platz besorgten wir uns dort dann auch gleich unser Abendbrot samt Nachschub für den Flüssigkeitshaushalt, statt die Snack-Bar des Campings zu besuchen. Wir schauten uns kurz noch den Ort an und beendeten den Tag mit ein paar Bierchen vorm Zelt.

Die Videos des Tages sind hier zu finden: Film1, Film2 und Film3 und die Fotos dazu ab hier.

Die Tagestour ging über 323,95 km (5h37:38 min - Ø 58,61 km/h), hier für GoogleEarth (KMZ): Isolabona - Collabassa - Sospel - L'Escarène - Contes - La Traille - Vence - St. Pons - Malamaire - La Bastide - Le Petit St. Maymes - Moustiers-St.-Marie - Castellane - St.-Julien-du-Verdon

 

Die Route und das Streckenprofil:

 

Donnerstag, der 14.08.

An diesem Tage sollte es mal richtig in die Höhe gehen! Eine große Schleife Richtung italienische Grenze über den Bonette/Resteford stand an. Wir fuhren also morgens zeitig los und hielten uns zunächst an kleinere Straßen südl. der N202, überfuhren einige kleinere Pässe um dann durch diverse phantastische Schluchten (Gorges infres du Cians, Gorges supres du Cians und Gorges de Valabres) und über das Dach unserer Tour zu fahren. Daniel hatte das Bedürfnis etwas (mehr) Gas zu geben und ich wollte mir mal endlich die Ruinen des Camp des Fourches auf halben Wege anschauen. Oben angekommen traf ich Daniel dann wieder, der sich schon fast ein wenig Sorgen machte, weil ich doch etwas arg lange brauchte.

So langsam zog es sich auch zu und wir sahen zu, dass wir wieder ins Tal kamen. Etwa 200 Höhenmeter tiefer kamen wir an den Überresten der Casernes de Restefond an und überlegten kurz, hier den einsetzenden Regen abzuwarten. Da der Wind aber ordentlich bließ fuhren wir schließlich doch weiter, was sich alds richtige Entscheidung herausstellte. Nach wenigen Tropfen war es auch wieder vorbei mit Niederschlag.

 

Die zerfallene Siedlung und oben am Bonette:

   

Von Jausiers ging's weiter nach Barcelonette (inkl. Tankstopp) und von dort Richtung Col d'Allos. Die Alternative dazu (den Col de la Coyolle) hatte ich schon 2004 zweimal befahren, daher ging es diesemal über die westlichere Route. Wir folgten ein Stück dem Lauf des Verdon um dann in Colmars abzuzweigen und über den Col des Champs zu fahren. Eben diesen Pass hatten wir 2004 fahren wollen, ihn aber dann (von der östlichen Seite kommend) irgendwie nicht gefunden! Von Westen her (und mit genauen Anweisungen des Navis) hat es diesemal geklappt! Nach dem Pass kamen wir durch das malerische Dorf Guillaumes mit seiner wunderschönen Kulisse und von dort fuhren wir durch die Gorges de Daluis und über die N202 zurück zu unsere Basis nach St.Julien. An der Reception gab es ein "Internet-Café" (eigentlich einfach nur ein Notebook an einem Tisch), so konnte ich noch kurz ohne Handy Kontakt  mit Zuhause aufnehmen.

Die Tagesfilme gibt es hier: Film1, Film2 und Film3 und die Fotos dazu ab hier.

 

Der Beweis - wir waren oben - und Guillaumes:

   
 

Die Tagestour ging über 363,95 km (6h06:29 min - Ø 60,33 km/h), hier für GoogleEarth (KMZ): St.Julien - Demandoix - St.Auban - Vermières - St.Pierre - Puget-Théniers - Beuil - Sorbière - Col de la Bonette - Jausiers - Barcelonette - Col d'Allos - Colmars - Col des Champs - Guillaumes - Rouaine - St.Julien

 

Die Route und das Streckenprofil:

 

 

Die Fortsetzung des Berichts gibt es hier....

 

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Tuesday,Aug 26 2008, 01:24:00 PMHornet-Treffen 2008

Hornet-Treffen 2008

 

Jedes Jahr veranstalten die "Hornet Freunde Deutschland e.V." ein großes Treffen, seit einigen Jahren findet dieses im nordhessischen Witzenhausen statt.

Da ich schon länger ein recht aktives Mitglied im Forum der Homepage bin, hatte ich somit schon länger diversen Kontakt zu anderen Mitgliedern. Also stand es endlich mal an, auch zu einem Treffen zu fahren. Ich bin eigentlich kein sonderlicher Freund solcher Veranstaltungen (ohne überhaupt Näheres zu wissen), aber dieses Jahr viel das Treffen genau mit dem Start des Moppedurlaubs zusammen. Da Daniel und ich wieder mit dem Autozug gen Alpen fahren wollten, beschlossen wir, das Treffen zu besuchen und von dortaus direkt in den Urlaub zu starten. Den Start per Zug legten wir somit auf Frankfurt/Neu-Isenburg.

 

Freitag, der 08.08.2008

Da viele Teilnehmer aus dem Bereich Ruhrgebiet kommen, entstanden schnell diverse Fahrgemeinschaften und Pläne dazu. Da das Wetter an unserem Anreisetag (Freitag, der 08.08.2008) leider nicht den Erwartungen entsprach, wurde die eher direkte Variante gewählt. Daniel, Karin und Sebastian kamen über die A44 angefahren und wir trafen uns (nach leichten Wirrungen) in Haaren nahe dem Kreuz A44/A33. Von dort fuhren wir Überland immer nördlich der Autobahn bis nach Witzenhausen. Bis auf wenige Tropfen blieben wir auch trocken.

Da ich zum Urlaub das erste mal mein Koffersystem im "harten" Einsatz hatte, musste ich mich doch erst etwas an diese "Kutsche" gewöhnen. Bei einem prophilaktischen Stopp vor einer dunklen Regenwolke tuschierte ich auch prompt (beim Ausrangieren) ein hölzernes Bushaltehäuschen! Der rechte Koffer blieb ganz (ab jetzt mit einem dicken braunen Streifen auf der Außenschale), aber der Träger (SW-Motech Quick-Lock-System) verzog sich bei diesem Ensatz doch ein wenig! Da auch meine hinteren Blinker extra für das Trägersystem angepasst waren, hat's auch gleich den rechten Richtungsleuchter aus seiner Befestigung gerissen...

Egal, nun wars eh zu spät und am Wochenende sollte sicher irgendwann etwas Zeit zu finden sein, sich diesem Problem zwischen 2 Bierchen zu widmen! Beim Treffen an der Burg Ludwigstein angekommen gab's erstmal die Begrüßung, das Anmelden und danach wurde das Zelt aufgeschlagen und die Örtlichkeit unter die Lupe genommen!

  

Da das Wetter nach wie vor eher Wechselhaft war, sollte mit einer motoristischen Bewegung nicht mehr zu rechnen sein (-> falsch!), also widmeten wir uns diversen "Ankommbierchen". Die erstem persönlichen Bekanntschaften wurden geschlossen und so gab's viel zu reden.

Später kam Csibi dann zusammen mit einem Honda-Händler aus Melsungen mit einer neuen Fireblade und der sehnlichst erwarteten CB 1000R vorbei, die zu Probefahrten zur Verfügung stand. Das ist bei diesem Modell alles andere als einfach, da die meisten Händler (inkl. meines eigenen!) weniger davon bekommen haben, als sie eigenbtlich haben wollten! Somit sind die meisten dieser Maschinen schon verkauft und entsprechend sind Vorführer rar gesäht.

Passend zum erscheinen des lecker Maschinchens wurde das Wetter auch schöner.... und nun stand sie da, für Probefahrten bereit.... und wir hatten schon geschätzte 4 Bier getrunken! Tolles Timing....

Naja, nun war's eh zu spät und somit war der Rest des Tages der Geselligkeit und der "Richtung meines Koffer/Blinkerproblems" vorbehalten! An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Chris und seiner gut ausgestatteten mobilen Werkstatt! Mit Zangen, Klebstoffen und Schrauben konnte ich den entstandenen Schaden doch deutlich eindämmen.

  
 

 Hier noch das Streckenprofil der Anreise und die Route für GoogleEarth (KMZ):


 

Samstag, der 09.08.2008

Dieser Samstag ist Haupttag des Treffens: Nach dem Frühstück geht es erst in mehreren Gruppen zu einer Ausfahrt in das Umland um sich dann mit allen anderen oben auf dem "Hohen Meißner" (754m) zu treffen. Von dort geht's in einem großen Korso zurück nach Witzenhausen zum zentralen Platz, wo wir allen schon von der Kirschkönigin (wohl das nordhessische Äquivalent zu einer Weinkönigin) erwartet werden. Dann gibt's ein paar Reden und alle fahren zusammen zurück zur Burg. Danach sind einige Spiele und Geselligkeit angesagt.

Da wir am Vortag kurz vor den Ankunft nicht mehr zum Tanken kamen (eine neue Umgehungsstraße war schuld!), wollten wir das noch flott morgens nach dem Frühstück erledigen. Genau jetzt nutze ich die Gelegenheit! Die neue CB stand noch verschlafen in ihrem Stand und hatte anscheinend Langeweile. Nach kurzem Durchfragen war alles geklärt, ich konnte das schwarze Schätzchen an mich nehmen! So kam ich dann zu einer knapp 3/4-stündigen Probefahrt.... WOW.... Hammerteil! Jaha, das könnte durchaus meine nächste werden. Aber bis dahin ist dann doch noch etwas Zeit.

Daniel, Sebastian und ich gehörten zur (zuletzt startenden) blauen Gruppe, so fuhren wir recht flott kreuz und quer durch die nette Umgebung. Dann folgte wie angesprochen Korso, Begrüßung und Rückfahrt.

  

Hier dazu noch das Streckenprofil und die Route für GoogleEarth (KMZ):


Danach ging dann die ausführliche Besichtigung der vorhandenen Maschinen los, es gab später noch diverse Preise zu verleihen, besonders natürlich die der schönsten Hornissen! Als wir damit durch waren fuhren wir mit ein paar Leutchen wieder nach Witzenhausen rein, um lecker Essen zu gehen! Genau in dieser Phase unserer Abwesenheit schien die Jury sich um den Preis der schmutzigsten Hornet gekümmert zu haben. Anders ist es kaum zu erklären, dass Daniel diesen Preis nicht mit Amorphia erringen konnte...! *gg*

Nebenbei verpassten wir noch den Tankweitwurf und weitere kleine Heiterkeiten. Passend zur Preisprämierung waren wir aber zurück.

  

Der Abend verlief dann wie zu erwarten war: Es wurde viel gequatscht, getrunken und Spaß gehabt! So grob gegen 2 Uhr war ich im Grenzbereich des alkoholbedingten Wohlfühlfaktors und so beschloss ich, mich in ins Zelt zu verziehen.

 

Sonntag, der 10.08.2008

Der Abreisetag begann so gegen 5 Uhr (oder die Nacht wurde dort unterbrochen), als Daniel güterzuggleich ins Zelt einrollte. Lange bevor er zu sehen war, konnte ich ihn hören und auch riechen. Er hatte noch eine Hochzeitsgesellschaft (die wir nachmittags schon gesehen hatten) aufgetan, die in der Burg feierte und ließ es sich nicht nehmen, dem Bräutigam (Haarprachtverwandt) seine besten Wünsche mit auf den Weg zu geben. Das wurde allen Anscheinen nach auch entsprechend begossen.

Irgendwann nach 8 Uhr stand ich dann auf, duschte und frühstückte und konnte mit ansehen, wie sich die ersten Teilnehmer verabschiedeten. Soweit wie möglich packte ich auch meine Sachen zusammen und dann so gegen halb 12 musste ich doch mal den Daniel aus seiner Welt in die meinige zurück holen, was nicht wirklich einfach war aber auf vollstes Verständnis traf!

So packten auch wir zusammen und machten uns dann später auf den Weg in den Urlaub (den wir jetzt auch nötig hatten). Genau an dieser Stelle geht es dann im nächsten Bericht weiter...

 

Was bleibt zu sagen? Ein wirklich tolles Treffen! Es hat mir und uns sehr viel Spaß gemacht und wir waren uns einig, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein!